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Die rote Rebsorte heißt eigentlich nur in Frankreich "Pinot Meunier" – in Deutschland ist sie bekannt als Schwarzriesling. Sie gilt als Abart des Blauen Spätburgunder und ist möglicherweise aus verschiedenen Kreuzungszüchtungen hervorgegangen. Die französische Bezeichnung Meunier (= Müller) verdankt die Rebsorte ihren weissen, dicht behaarten Blattspitzen, die wie mit Mehl bestäubt aussehen. Die meisten Rebflächen liegen im Tal der Marne, in Deutschland ist sie mit über 2000 Hektar die vierthäufigste Rotwein-Rebe. Durch ihren späten Austrieb ist die Rebsorte unempfindlich gegen Spätfrost und ist zusammen mit Spätburgunder und Chardonnay die hauptsächlich verwendete Rebsorte für Champagner. Als Wein leuchtet der Schwarzriesling in rubin- bis ziegelroter Farbe und passt gut zu Fleisch und Käse. Im Wein wie im Champagner liefert die Traube ein angenehm würziges, feines Bouquet, das auch Fruchtaromen aufweisen kann.