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Die längliche zylindrische Form eines Champagnerkorkens ist passé. Die heute bekannte Pilzform mit konischem Fuß ist bei fast allen Champagnerflaschen zu sehen. Der Korken wird stark komprimiert in den Flaschenhals eingebracht. Erst nach und nach passt sich der Korken dann dem Flaschenhals an und verliert während der Lagerung seine Elastizität. Nur ein geringer Teil des Korkens kommt dabei mit dem Champagner in Berührung – dieser Teil behält noch länger seine ursprüngliche Elastizität. Dadurch weitet sich ein Teil des Korkens, der im Flaschenhals steckt, nach dem Öffnen der Flasche bis auf seinen ursprünglichen Durchmesser, während das obere „trockene“ Korkenstück aufgrund seiner Sprödigkeit den Durchmesser des Flaschenhalses behält. Die Zellen des Korkgewebes sind dicht gepackt und wasserabweisend, mit Luft gefüllt und elastisch. Somit sind diese Korken ideal zum Verschließen der Champagnerflaschen, da es nicht nur um die Feuchtigkeit geht, sondern auch um den Schutz gegen das Entweichen der Kohlensäure. Zusätzlich bekommt der Champagnerkorken eine winzige Metallkappe. Diese schützt den Korken vor dem Einschneiden durch den Draht. Anschließend wird das sichernde Drahtkörbchen angebracht. Nach dem Öffnen der Flasche verrät die Form des Korkens, wie lange er in der Flasche war. Ein schmaler Fuß verrät, dass der Champagner älter als ein Jahr ist und somit vor längerer Zeit verkorkt wurde. Diese Art von Korken nennt man Cheville. Im Falle eines breiten Fußes des Korkens, steckt dieser erst seit kurzem (weniger als 1 Jahr) in der Flasche. Diese Korkenform nennt man auch Juponne.
Oft wird der Korken als Übeltäter bei anderweitigen Weinfehlern beschuldigt, welche durch den Wein selbst oder durch falsche Lagerung passiert sind. Tatsächlich ist der Kork sehr oft Auslöser geschmacklicher Misstöne. Hauptsächlich bei einer Verwendung von Naturkork als Flaschenverschluss kann es auch bei hochwertigem Champagner zu geschmacklichen Veränderungen kommen. Dieser sogenannte Korkton wird verursacht durch Korkpilze im Gewebe, die Stoffwechselprodukte abgeben und die chemische Vorstufe des Korktonverursachers im Wein erzeugen.
Letztlich ist es unerlässlich auf dem Champagnerkorken den Namen „Champagne“ zu kennzeichnen. Bei Jahrgangs-Champagner muss zusätzlich die Jahreszahl mit angegeben sein.