Drei märchenhafte Rebsorten

Wie auch der Wein oder der Sekt wird auch der Champagner aus Trauben gewonnen. Doch während bei der Herstellung von Wein die unterschiedlichsten Rebsorten verwendet werden können, kommen in Bezug auf den Champagner in erster Linie nur drei davon in Frage: Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Des Weiteren werden auch die Sorten Petit Meslier und Arbane veredelt, diese sind jedoch seit der sogenannten Reblauskrise fast verschwunden. Pinot Noir macht 38,4 % der Rebfläche der Champagne aus, Pinot Meunier 33,3 % und Chardonnay 28,3 %. Die Rebsorte Pinot Noir steht für die Fülle, Chardonnay für die Finesse und Pinot Meunier für die Fruchtigkeit.
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Champagner hinter großen Namen

Champagner und seine wichtigste Zutat

In der Geschichte des Champagners war es schon von Beginn an so, dass die verschiedenen Champagnerhäuser mit ihrem Namen für besondere Qualität, Verarbeitungsweisen und Kreationen standen. Zudem pflegt jedes der prestigeträchtigen Champagnerhäuser natürlich auch eine eigene Tradition, welche sich auf seine weiterlesen

Eine besondere Produktionsweise bietet höchsten Genuss

Das Champagnerhaus Alfred Gratien folgt seltenen Prinzipien

Seit 1864 sind Champagner aus dem Haus Alfred Gratien erhältlich und von Beginn an steht das Haus für ausgezeichneten Champagnergenuss höchster Qualität. Dabei setzt man bei Alfred Gratien vor allem auf drei grundlegende Prinzipien, wenn es um die Herstellung des edlen Getränkes geht, nämlich die Reifung in Eichenfässern, eine Limitierung der Produktion auf eigenen Wunsch sowie den völligen Verzicht auf weiterlesen

Ein junger Champagner mit feiner Note

Ein guter Champagner muss nicht immer alteingesessen sein

1976 gründete der belgische Champagnerhersteller Paul-Francois Vranken seine nach ihm benannte Firma und ist seitdem vor allem dafür bekannt, berühmte und renommierte Namen in der Champagnerbranche in seinem Unternehmen zu vereinen. So gehört etwa Heidsieck & Co. Monopole zu Vranken, ebenso wie Charles Lafitte und Pommery. Doch bei Vranken möchte man sich nicht nur auf die international bekannten und weiterlesen

Ein guter Tropfen mit besonderer Farbe

Ein Champagner mit rötlichem Schein

Ein Champagner besticht in der gewohnten Darstellung durch eine helle, oft auch leicht goldige Farbe, die natürlich durchaus dem Weißwein an sich ähnlich ist. Beim Rosé ist dies ein wenig anders, denn dieser weist eine besondere Farbe auf, wie der Name schließlich auch schon impliziert. Dessen Farbe geht ein wenig ins weiterlesen

Ein weiterer besonderer Champagner – der Blanc de Noirs

Wenn der Name so manchen täuschen kann

Zahlreiche Champagner weisen zumeist einen leicht goldigen Farbton auf, der in vielen Fällen darauf schließen lässt, dass der jeweilige Champagner unter anderem aus weißen Trauben und dementsprechend auch weißem Wein gefertigt wurde. Eine Ausnahme mag hier der Rosé bilden, dessen Name jedoch bereits darauf verweist, dass hier Wein von roten Trauben für die Herstellung verwendet wurde. Zudem gibt es aber auch die Möglichkeit, hellen Wein von dunklen Trauben zu gewinnen. Und genau dies trifft auch bei einem Champagner zu, der als Blanc de Noirs bezeichnet wird, was wörtlich in etwa „der Weiße aus den Schwarzen“ heißt. Dieser wird hauptsächlich aus den Trauben Pinot Noir und Pinot Meunier gewonnen, welche direkt nach der Lese sofort gepresst werden, sodass die Farbstoffe der Haut der Beeren nicht in das Fruchtfleisch einziehen kann und dieses dementsprechend hell bleibt. Im gesamten Gebiet der Champagne macht das Anbaugebiet dieser beiden Trauben etwa 37 Prozent aus, von denen ein Teil auch für die Produktion des Blanc de Noirs verwendet wird. Hier sind vor allem die Gegenden von Ay, Bouzy, Mailly, Hautvillers und auch Verzenay zu nennen, in welchen die zuvor genannten dunklen Traubensorten besonders gerne und oft angebaut werden.

Ein besonderer Champagner mit besonderem Genuss

Jeden Champagner zeichnet eine ganz besondere Geschmacksnote aus, was sich nicht nur auf die unterschiedlichen Jahrgänge und Produktreihen bezieht, sondern durchaus auch auf die unterschiedlichen Komponenten sowie natürlich auch deren Zusammensetzung. Beim Blanc de Noirs sorgt die Traube der Sorte Pinot Noir für eine gewisse Kraft und einen deutlichen Körper im Champagner, während die Pinot Meunier Traube vor allem ein wenig Würze miteinbringt. Somit weist ein Champagner dieser Sorte oft eine fruchtige Nuance auf, die von Kennern besonders geschätzt wird. Durch diese klaren Geschmacksnoten eignet sich ein Blanc de Noirs vor allem für kräftige Speisen, welche durch einen oft recht dominanten Geschmack mit diesem Champagner ganz besonders gut harmonieren können. Da dieser Champagner aber durch das völlige Fehlen der Chardonnay Traube eine gewisse Leichtigkeit vermissen lässt, auf welche die meisten Champagnerhersteller durchaus Wert legen, ist er auf dem Markt verhältnismäßig selten. Unter den bekannten Champagnerherstellern sind vor allem die Häuser Bollinger und Bruno Paillard zu nennen, welche Blanc de Noirs produzieren.

Ein besonderer Tropfen für spezielle Anlässe

Beste Qualität aus einem jungen, aber prestigeträchtigen Haus

Das Champagnerhaus Nicolas Feuillatte blickt gerade auch im Vergleich zu so traditionsreichen Produzenten wie Veuve Cliquot und Dom Perignon auf eine vergleichsweise kurze Geschichte zurück, was der erstklassigen Qualität der Erzeugnisse aus diesem Haus aber nicht entgegensteht. 1976 vom Namensgeber Nicolas Feuillatte gegründet, stieg das Unternehmen in seiner über dreißigjährigen Firmengeschichte zu einem der beliebtesten Champagnerhäuser Frankreichs auf, welches bezüglich seiner Verkaufszahlen zur Nummer drei im internationalen Vergleich und sogar zur Nummer eins in ganz Frankreich wurde. Dies ist nicht in erster Linie der internationalen Prominenz zu verdanken, welche der Gründer selbst als Aushängeschild für seinen Champagner nutzte und bei welcher er seine Produkte umfassend bekannt machte, sondern vor allem der hohen Qualität des Champagners selbst. Diese ist wohl vor allem dem außergewöhnliche versierten und talentierten Kellermeister Jean-Pierre Vincent zu verdanken, der sich nicht nur auf die Tradition im Bereich der Herstellung von Champagner versteht, sondern auch immer wieder innovative Schritte setzt, um die Marke Nicolas Feuillatte weithin bekannt und beliebt zu machen.

Ein besonderes Produkt aus dem Hause Nicolas Feuillatte

Unter den zahlreichen hochwertigen und ausgezeichneten Champagner des Hauses finden sich natürlich immer wieder besondere Ausgaben, wie etwa auch der Palmes D’Or Rosé. Dieser Champagner besteht zu 100 Prozent aus Pinot Noir Trauben, die sich wiederum zu 50 Prozent aus einem Pinot Noir aus der Region Bouzy und zu weiteren 50 Prozent aus einem Pinot Noir aus der Region Riceys zusammensetzt. Die Besonderheit dieses Champagners, der ausschließlich aus den besten Weinen eines Jahrgangs produziert wird, zeigt sich schon in seiner kräftigen und leuchtenden Farbe, einem einprägsamen und leuchtenden Rosé, welches den Genießer schon rein äußerlich erahnen lässt, das es sich hierbei um ein besonderes Produkt handelt. Der grundsätzliche Charakter dieses Champagners besticht vor allem durch seine Frische und Leichtigkeit, was sich in erster Linie auch durch die entsprechenden Geschmacksnuancen wiederspiegelt, die durch eine beerige Note bestechen. Die Nase und auch der Gaumen erahnen Johannisbeere, Erdbeere, Stachelbeere, Blaubeere sowie Sauerkirsche und auch ein Hauch von Karamell ist zu vernehmen. Dieser Rosé eignet sich hervorragend als Aperitif oder auch als Begleiter für leichte und frische Vorspeisen wie Schalentiere und Lachs.

Ein edler Schaumwein mit besonderem Gimmick

Manchmal kommt es nicht nur auf den Inhalt an

Champagner an sich ist ja schon immer etwas Besonderes und ein Feuerwerk für den Gaumen des Genießers. Aber ein kulinarischer Genuss lässt sich durch eine optische Schmückung der Verpackung zwar nicht direkt beeinflussen, jedoch auf jeden Fall noch steigern. Ein Champagner selbst glänzt ja bezüglich seiner Farbe vor allem durch die verschiedenen Weine, die darin verarbeitet wurden. Dies setzt dem kreativen Umgang mit dem Aussehen natürlich gewisse Grenzen, nicht zuletzt, da man ja auch den edlen Geschmack nicht verfälschen oder überhaupt irgendwie beeinflussen möchte. So bleibt es letztlich, vor allem bei der Flasche eines Champagners mögliche kreative Ambitionen auszuleben. Hier jedoch zeigen einige renommierte Häuser ein ganz besonderes Talent zur ausgefallenen und künstlerischen Gestaltung, die natürlich hauptsächlich im Zuge der verschiedenen Sondereditionen erhältlich sind. So brachte etwa Dom Perignon eine spezielle Edition auf den Markt, die den Künstler Andy Warhol ehrte, welcher der Legende nach im berühmten Studio 54 gerne den Champagner dieses Hauses trank. Piper Heidsieck wiederum schuf für den Rose eine besondere Ausgabe, deren Flasche sich in eine pinke Hülle in der Optik von Krokodilsleder hüllte. Und auch die verschiedenen Flaschen des Pommery POP Champagners bestechen immer wieder durch eine besonders ausgefallene Optik. Aber auch andere große Champagnerhäuser zeigen Ideenreichtum.

Veuve Cliquot zeigt Frische und Esprit

Im Bereich der Rosé Champagner ist aus dem renommierten und qualitätsbewussten Haus Veuve Cliquot nun die Bird Song Edition erhältlich, bei welcher die Flasche des Champagners von einem originellen und ansprechenden Ice Jacket umhüllt wird. Der Rosé Champagner, der für die Bord Song Edition verwendet wird, setzt sich aus etwa 55 Prozent Pinot Noir, an die 20 Prozent Pinot Meunier und etwa 33 Prozent Chardonnay. Es findet sich hier eine harmonische Komposition von 60 Crus, von denen ein Anteil von etwa 40 Prozent aus sogenannten Reserveweinen früherer Jahrgänge zusammensetzt, was dem Rosé einen vollmundigen und runden Körper verleiht. So stellt also nicht nur die Hülle einen besonderen Genuss dar, sondern auch der Inhalt überzeugt durch einen frischen und ausgewogenen Geschmack.

Eine ganz besondere Klasse

Sondereditionen für besondere Anlässe

Ein Champagner ist natürlich immer ein ganz besonderes Getränk, welches man nicht mal eben so nebenher beim Fernsehen trinkt. Man genießt einen Champagner mit Freunden oder der Familie, um auf ein besonderes Ereignis anzustoßen, etwas zu feiern oder um einer Einladung zum Essen einen besonders edlen Rahmen zu verleihen. Denn auch wenn viele qualitativ hochwertige Champagner heute durchaus leistbar sind und somit ein immer größeres Publikum erreichen, so steht das Getränk doch immer noch für einen besonders luxuriösen Genuss, den man sich nur an speziellen Anlässen oder auch mit speziellen Menschen gönnt. Zudem gilt es bei einem Champagner ja auch, auf die Zusammenstellung zu achten, denn schließlich harmonieren die einzelnen Komponenten meist mit ganz bestimmten Speisen und so mancher Champagner eignet sich besonders als Aperitif, während ein anderer sich besonders als begleitendes Getränk für Speisen eignet.

Viele der großen, erfolgreichen und vor allem prestigeträchtigen Champagnerhäuser erzeugen in unregelmäßigen Abständen, soweit es die Qualität der jeweiligen Traubenernte erlaubt, Sondereditionen, die sich durch eine besonders hervorragende Komposition von Cuvées und ähnlichem auszeichnen. Da das Erscheinen solcher besonderen Champagner von Umständen wie der Traubenqualität abhängt, auf welche man keinen direkten Einfluss nehmen kann, ist natürlich auch deren Stückzahl meist deutlich begrenzt und entsprechend begehrt sind diese exklusiven Raritäten auch bei Kennern und Liebhabern.

Ein außergewöhnlicher Champagner aus dem Hause Vranken

Eine diese ganz besonderen Editionen, die nur in besonderen Jahren gefertigt wird, ist der Champagner Vranken Diamant Bleu Vintage. Dieser umfasst eine besonders gelungene und exquisite Komposition von sechs Grand Crus, wobei die Assemblage sich aus 50 Prozent Chardonnay und 50 Prozent Pinot Noir zusammensetzt. Der Champagner leuchtet im Glas in einem äußerst weichen und warmen goldig anmutenden Strohgelb und es finden sich auch Bernsteintöne darin. Die Anteile des Chardonnay sorgen für eine besondere Frische und Leichtigkeit, doch insgesamt überzeugt der Diamant Bleu Vintage besonders durch seine Reichhaltigkeit, was natürlich auf die hochwertige Zusammensetzung zurückzuführen ist. Die Anteile des Pinot Noir bringen eine leichte Fruchtigkeit herein, die sich mit zarten Nuancen von Vanille, hellem Karamell und Marzipan mischt. Insgesamt erfreut dieser Champagner nicht nur durch ein reichhaltiges Geschmackserlebnis, sondern auch durch eine äußerst ansprechende Verpackungsgestaltung, was den Erwerb eines Diamant Bleu Vintage zu einem denkwürdigen Erlebnis macht.

Die Farbe machts…

Nicht jeder Schaumwein edler Herkunft sieht gleich aus

Die meisten Menschen trinken meist einen roten oder weißen Wein und kennen auch Sekt und Champagner in vielen Fällen nur in einer Farbauswahl, wenngleich es hier zu farblichen Nuancen kommen kann. Doch der Rosè-Wein an sich ist schon sehr lange bekannt, gilt jedoch immer wieder als Modeerscheinung und erfreut sich dementsprechend durchaus unterschiedlicher Beliebtheit. Im 16. Jahrhundert waren auch die Weine aus der Champagne, damals als „Vin Gris“ bekannt und sehr beliebt, weit verbreitet, wobei Mönche wie Perignon und Oudart sich in umfassendem Rahmen dem Unterfangen widmeten, weißen Wein auch aus blauen Trauben zu keltern, was ihnen bekanntermaßen schließlich gelang. Dies galt als enormer Fortschritt in der Produktion von Wein und wirkte sich naturgemäß im späteren Verlauf auch auf den Champagner aus. Dank dieser Pionierarbeit weisen heute unzählige Champagner eine volle goldige, aber eben helle Farbe auf, unabhängig davon, welche Trauben sie im Grunde enthalten.

Doch so mancher vermeintlicher Fortschritt wird später noch einmal überdacht und je nach Belieben und dem Bedarf an Innovation wenn nicht revidiert so doch abgeändert. So kam es, dass Veuve Cliquot 1804 den ersten Rosè Champagner auf den Markt brachte, der sich bald großer Beliebtheit erfreute und bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts sehr populär blieb. Diese Popularität flaute mit der Zeit auch wieder ab und seit dem frühen 20. Jahrhundert hat der Rosé Champagner eine Fangemeinde, welche ihm beständig die Treue hält.

Kein süßliches Partygetränk

So mancher Champagnergenießer begegnet dem Rosé Champagner nicht zuletzt deshalb mit Argwohn, weil man es vor allem von Schaumweinen aus günstiger Produktion gewohnt ist, dass deren Rosé durch eine penetrante Süße besticht. Doch dies ist bei einem hochwertigen Rosé Champagner aus gutem Hause keineswegs der Fall, ist dieser doch eher ein trockener Schaumwein, der vor allem als Begleitung zu Fleischgerichten hervorragend geeignet ist. Man kann Rosé Champagner auf zwei Arten erzeugen, wobei die Beigabe von Rotwein die einfachere Variante darstellt. Besonders hochklassige Rosés werden jedoch durch Schalenkontakt hergestellt, was bedeutet, dass Teile der Traubenschalen von Pinot Meunier und Pinot Noir während der Gärung mit dem Most in Kontakt bleiben und so nicht nur die besondere Färbung, sondern auch einen ausgesprochen vollmundigen Geschmack und ein kräftiges Bouquet verantworten. Trotz seiner beständigen Beliebtheit sind nur rund drei Prozent der jährlich produzierten Champagner Rosés.