Eine prägende Kunstrichtung für den Champagner

Ein Weltenbummler mit künstlerischer Weitsicht

Der Champagner an sich ist nicht nur für seinen exquisiten Geschmack und seine ganz besondere Fertigung sowie Herkunft bekannt, sondern unter Kunstfreunden durchaus auch für seine oft sehr kunstvoll gestalteten Werbungen, vor allem in der Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Diese wurden nicht weiterlesen

Champagner und Literatur

Ein edles Getränk hinterlässt Spuren in der Literaturgeschichte

Dass ein so edles und populäres Genussmittel wie der Champagner im Laufe seiner Geschichte in vielfältigster Weise auch die verschiedenen Mittel des künstlerischen Ausdruckes geprägt hat, scheint naheliegend und verständlich. Doch abseits von den bildnerischen Künsten der Belle Epoque kann man durchaus sagen, dass Champagner auch in der Literaturgeschichte eine durchaus nicht unbedeutende Rolle gespielt hat, um einer weiterlesen

Champagnerimpressionen malerisch verarbeitet

Nicht nur für die Werbung auf Bildmaterial gebannt

Dass für den Champagner gerade in der Belle Epoque und der Zeit davor und danach zahlreiche namhafte Künstler, in erster Linie natürlich jene aus Frankreich, die Werbeplakate für diverse Champagnerhäuser gestalteten, ist allgemein bekannt. Immerhin ist so manches Werbewerk aus der damaligen Zeit auch heute noch äußerst populär und findet als Poster in diversen Wohnzimmern weiterlesen

Eine besondere Epoche für den Champagner

Die Belle Epoque wusste das Leben zu genießen

Seit seiner Entwicklung in einer Form, die auch heute noch bekannt und beliebt ist, hat der Champagner immer wieder Höhen erlebt, aber auch Zeiten, in welchen die Nachfrage etwas zurückhaltender war. Historisch gesehen galt der Champagner sehr lange Zeit als ein Getränk der Elite und des Adels und war dementsprechend nur einem verhältnismäßig kleinen Teil der Gesellschaft vorbehalten, was natürlich nicht zuletzt auch an dessen Preis lag. Dies änderte sich jedoch am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn der 20. Jahrhunderts, weiterlesen

Ein guter Tropfen mit besonderer Farbe

Ein Champagner mit rötlichem Schein

Ein Champagner besticht in der gewohnten Darstellung durch eine helle, oft auch leicht goldige Farbe, die natürlich durchaus dem Weißwein an sich ähnlich ist. Beim Rosé ist dies ein wenig anders, denn dieser weist eine besondere Farbe auf, wie der Name schließlich auch schon impliziert. Dessen Farbe geht ein wenig ins weiterlesen

Champagner und andere kulinarische Erlebnisse

Der edle Tropfen als geschmackvoller Begleiter

Champagner wird oft als Getränk gewählt, mit welchem man auf besondere Anlässe anstößt und feierlichen Abenden einen entsprechend stilvollen Rahmen gibt. Auch als Aperitif findet ein guter Champagner oft Verwendung, um sich auf ein gutes Essen und einen schönen Abend angemessen einzustimmen. Doch dabei sollte nie vergessen werden, dass sich dieses edle Getränk auch ganz hervorragend dazu eignet, zu verschiedenen Speisen begleitend ausgeschenkt zu werden, da es mit zahlreichen Gerichten sehr ansprechend harmonisiert. Je nachdem, welche Marke und Art von Champagner man individuell bevorzugt, gibt es zu jedem einzelnen Produkt meist ausführliche Hinweise, mit welchen Speisen sich das betreffende Getränk besonders gut genießen lässt. Gerade bei Gerichten mit einem hohen Fleischanteil gibt es zahlreiche Champagner, die damit hervorragend munden, was mit einem  Blick auf die Produktbeschreibung jeweils genauer herauszufinden ist. Daneben gibt es aber auch einige Speisen, die besonders gerne und bevorzugt mit Champagner gereicht werden, wozu wohl zahlreiche Fischgerichte sowie auch eine ausgewählte Käseplatte gezählt werden können. Gerade zu Kaviar und auch Austern schmeckt Champagner besonders gut, da er mit seiner spritzigen Leichtigkeit den Genuss dieser frischen und exklusiven Speisen äußerst geschmackvoll untermalt.

Champagner dient auch als exquisite Zutat

Das Kochen mit Champagner mag so manchem auf den ersten Blick nicht unbedingt naheliegend erscheinen, doch ein solches Vorgehen darf auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits 1755 finden in dem Buch “Les Soupers de la Cour”, welches die unterschiedlichsten Gerichte der damaligen Zeit am französischen Königshof beschreibt, unzählige Rezepte Erwähnung, die als eine der Zutaten Champagner aufweisen. Dazu zählen nicht nur Gerichte mit Fleisch und Fisch, sondern auch unzählige Saucen. Und auch heute wird gerne mit Champagner gekocht, wenngleich man diesen als Zutat natürlich immer sehr bewusst auswählt und verwendet. So findet sich der edle Tropfen nicht nur in verschiedenen Saucen zu Gerichten mit Fisch, Fleisch und Meeresfrüchten, sondern auch als kreative Zutat, etwa beim Champagnerkraut, der Bouillabaisse oder dem Champagnerburger. Auch in verschiedenen Desserts darf der Champagner dem Gericht eine besondere und exklusive Note verleihen. Hier kann man auf unzählige Rezepte zurückgreifen, jedoch auch der eigenen Kreativität freien Lauf lassen, um mit leckeren Speisekombinationen zu experimentieren.

Ein Familienbetrieb mit langer Tradition

Ein traditionsreicher und klassischer Beginn…

Viele große und auch heute noch bekannte Champagnerhäuser haben klein angefangen, nicht selten in der Hand einer Familie, die das Geschäft über viele Generationen hinweg leitete. Doch in manchen Fällen haben sich nicht nur die Zeiten geändert, sondern auch die Handhabung der Geschäfte und dementsprechend auch diverse Strategien. Glücklicherweise hat dies nie eine Auswirkung auf die Qualität der Produkte und so kann man erstklassigen Champagner unabhängig von den verschiedenen geschäftlichen Leitungen konsumieren. Doch es gibt auch immer noch Champagnerhäuser, die ihre traditionsreichen Wurzeln pflegen und dementsprechend seit ihrem Bestehen in der Hand derselben Familie sind, welche die Geschicke des Unternehmens leitet. Dazu gehört auch die Familie Billecart-Salmon, welche den Champagner des gleichen Namens erzeugt und vertreibt. Der Familienbetrieb wurde 1818 gegründet, wobei wohl die Heirat von Nicolas Francois Billecart mit Elisabeth Salmon den Grundstein gelegt hat. Seitdem lag die Leitung des Betriebes in Mareuil-sur-AΫ immer in der Hand der Familie. Obwohl das Haus eher zu den kleinen Champagnerproduzenten gehört, genießt der dort geschaffene Champagner einen ausgezeichneten Ruf und ist nicht nur bei Kennern und Genießern äußerst beliebt.

Ausgezeichnete Kreationen und höchste Qualität

Heute leitet Francois Roland-Billecart die Geschicke des Unternehmens in siebter Generation und erfüllt mit den diversen Champagnerkreationen die hohen Erwartungen der internationalen Klientel. Das Haus zählt dreißig Hektar von Weinbergen in bester Lage zu seinem Eigentum, von denen ein großer Teil der hochwertigen Trauben stammt, die für den Champagner von Billecart-Salmon verwendet werden. Auch an jene Winzer, von denen die darüber hinaus benötigten Trauben zugekauft werden, stellt man hohe Ansprüche bezüglich Aufzucht und Qualität. Dies hat sich im Laufe der Jahre als äußerst erfolgreiches Vorgehen erwiesen, denn der Cuvée Nicolas-Francois Billecart 1959 konnte sich 1999 gegen 150 Konkurrenten, bestehend aus den besten Champagner des 20. Jahrhunderts, den begehrten Titel des „Champagne of the Millenium“ sichern. Doch auch andere Champagner des Hauses stellen einen ganz besonderen Genuss dar, der sich zu schönen und erfreulichen Anlässen mit Freunden und Familie hervorragend eignet, um deren Exklusivität zu unterstreichen.

Die frühen Anfänge edler Genüsse

Schon in früher Zeit war die Champagne ein beliebtes Anbaugebiet

In den meisten Fällen erringt ein berühmtes Anbaugebiet für solch raffinierte und anspruchsvolle Genussmittel wie Wein, Sekt und Champagner nicht über Nacht eine gewisse Popularität, sondern diese ergibt sich vielmehr aus einer stetig zunehmenden Erfolgsgeschichte. Dementsprechend erfreut sich die Champagne nicht erst seit dem 17. Jahrhundert einer großen Bekanntheit als eines der besten Weinbaugebiete, sondern die Grundsteine für diesen späteren Erfolg wurden bereits zu Zeiten der Römer gelegt. Diese bauten dort die ersten Reben an, wobei sie ausschließlich stillen Wein produzierten. Lange Zeit wurde daraufhin in der Gegend der heutigen Champagne Wein angebaut, ohne dass dieser jedoch größere Popularität erlangte. Historisch bedeutsam ist das Jahr 1114, welches im Allgemeinen als das Gründungsjahr der Weinbauregion Champagne gesehen wird. Große Teile des heutigen Anbaugebietes wurden in diesem Jahr in einer Urkunde des Bischofs von Chalons-en-Champagne dem Abt des dort befindlichen Benediktinerklosters überschrieben. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde dort der allseits als „Vin de Champagne“ bekannte Wein produziert, der jedoch immer noch still war und sich an den europäischen Höfen äußerst großer Beliebtheit erfreute. Erst im 17. Jahrhundert, genauer um 1670, wurde die Herstellung des Schaumweines entdeckt.

Der Anfang einer Erfolgsgeschichte

Die Entdeckung des Schaumweines erfolgte zufällig und unterlag den Witterungseinflüssen. Da im Norden Frankreichs die Trauben durchaus erst spät reifen, konnte der Wein von Beginn des Winters nicht zur Gänze gären und es kam zu einer zweiten Gärung im Frühjahr, als die Temperaturen wieder stiegen. Was bei Holzfässern keine Auffälligkeiten zeigte, da die dadurch entstehende Kohlensäure entweichen konnte, führte bei einer zweiten Gärung in Flaschen allerdings zur Entstehung von Schaumwein. Dieser erfreute sich recht bald zunehmender Beliebtheit, wenngleich die Winzer selbst davon nur bedingt begeistert waren, da sich die Herstellung als durchaus verlustreich herausstellte. Immer wieder führte die Entstehung der Kohlensäure zu herausspringenden Korken und geplatzten Flaschen, wodurch der kostbare Inhalt verloren ging. Im Laufe der Zeit entwickelte sich jedoch die Möglichkeit der kontrollierten Flaschengärung, welche vor allem von dem Benediktinermönch Dom Pérignon maßgeblich weiterentwickelt wurde. Die ursprüngliche Trübung des Champagners wurde schließlich von Nicole-Barbe Cliquot und ihren Mitarbeitern durch die Entwicklung des Rüttelns und Degorgierens beseitigt. Von da an entwickelte sich der Champagner zu einem zunehmenden Luxusgetränk, welches in der gehobenen Gesellschaft sehr geschätzt wurde und sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut.

Eine beeindruckende Tradition, Champagner zu entkorken

Man kann Champagner auch ein wenig anders genießen

In der Regel erwirbt man eine Flasche Champagner um etwas Besonderes zu feiern und geht entsprechend behutsam mit dem edlen Tropfen um. Gerade auch beim Entkorken der Flasche besteht im Normalfall wenig Interesse, den Champagner großzügig in der Umgebung zu verschütten, sondern man öffnet die Flasche umsichtig, damit möglichst viel des Getränkes auch in den Gläsern der anwesenden Genießer landet. Doch schon seit ungefähr 200 Jahren gibt es auch noch eine gänzlich andere Methode, um eine Champagnerflasche zu öffnen. Diese ist nicht nur sehr brachial, sondern auch durchaus eindrucksvoll, zumindest, wenn sie korrekt ausgeführt wird. Wer dem Sabrieren einer Champagnerflasche beiwohnen darf, der wird dies mit Sicherheit nicht so schnell wieder vergessen. Der Begriff des „Sabrieren“ wird vom französischen „Sabre“, dem Säbel abgeleitet und beschreibt das Köpfen einer Champagnerflasche mit einem sogenannten Champagnersäbel. Dabei wird mit einem Säbel in einem bestimmten Winkel der Wulst des Flaschenhalses unterhalb des Korkens abgeschlagen. Dieses Vorgehen mag zwar leichtfertig und vielleicht auch ein wenig respektlos erscheinen, doch es erfordert großes Geschick, eine Champagnerflasche auf diese Weise zu öffnen und weder sich selbst noch andere Anwesende zu gefährden. Bei einer erfolgreichen Enthauptung kann der Wulst des Flaschenhalses mit dem Korken eine Geschwindigkeit bis zu 200 km/h erreichen und an die zwanzig Meter weit in die Schlagrichtung fliegen. Daher gilt es hier darauf zu achten, dass der Korken eine freie Flugbahn hat und keine Zuseher unmittelbar neben dem Schauspiel positioniert sind.

Eine Tradition der Krieger

Das Spektakel des Sabrierens wird auf Napoleon und seine Kavallerie-Offiziere zurückgeführt. Napoleon war ein großer Freund des Champagners und genoss es, seine militärischen Triumphe mit einer guten Flasche des edlen Schaumweines zu zelebrieren. Seine Offiziere führten stets ihre Säbel mit und so etablierte sich die Tradition des Köpfens der Champagnerflasche mit dieser Waffe. Dabei stand das Ritual selbst natürlich immer über dem eigentlichen Resultat, denn beim Sabrieren kann, falls es falsch durchgeführt wird, nicht nur eine Flasche Champagner verschwendet werden. Es muss auch darauf geachtet werden, dass bei einer unsauberen Trennung von Korken und Flaschenhals keine Glassplitter im Getränk selbst enthalten sind und zudem gilt es auch, nichts und niemandem mit dem abgetrennten Teil des Flaschenhalses „abzuschießen“, denn dies kann in diesem Fall äußerst schlimme Folgen haben. Da scheint es noch recht harmlos, wenn man nur ein wenig Champagner verschüttet, um eine beeindruckende Zeremonie durchzuführen.

Die Farbe machts…

Nicht jeder Schaumwein edler Herkunft sieht gleich aus

Die meisten Menschen trinken meist einen roten oder weißen Wein und kennen auch Sekt und Champagner in vielen Fällen nur in einer Farbauswahl, wenngleich es hier zu farblichen Nuancen kommen kann. Doch der Rosè-Wein an sich ist schon sehr lange bekannt, gilt jedoch immer wieder als Modeerscheinung und erfreut sich dementsprechend durchaus unterschiedlicher Beliebtheit. Im 16. Jahrhundert waren auch die Weine aus der Champagne, damals als „Vin Gris“ bekannt und sehr beliebt, weit verbreitet, wobei Mönche wie Perignon und Oudart sich in umfassendem Rahmen dem Unterfangen widmeten, weißen Wein auch aus blauen Trauben zu keltern, was ihnen bekanntermaßen schließlich gelang. Dies galt als enormer Fortschritt in der Produktion von Wein und wirkte sich naturgemäß im späteren Verlauf auch auf den Champagner aus. Dank dieser Pionierarbeit weisen heute unzählige Champagner eine volle goldige, aber eben helle Farbe auf, unabhängig davon, welche Trauben sie im Grunde enthalten.

Doch so mancher vermeintlicher Fortschritt wird später noch einmal überdacht und je nach Belieben und dem Bedarf an Innovation wenn nicht revidiert so doch abgeändert. So kam es, dass Veuve Cliquot 1804 den ersten Rosè Champagner auf den Markt brachte, der sich bald großer Beliebtheit erfreute und bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts sehr populär blieb. Diese Popularität flaute mit der Zeit auch wieder ab und seit dem frühen 20. Jahrhundert hat der Rosé Champagner eine Fangemeinde, welche ihm beständig die Treue hält.

Kein süßliches Partygetränk

So mancher Champagnergenießer begegnet dem Rosé Champagner nicht zuletzt deshalb mit Argwohn, weil man es vor allem von Schaumweinen aus günstiger Produktion gewohnt ist, dass deren Rosé durch eine penetrante Süße besticht. Doch dies ist bei einem hochwertigen Rosé Champagner aus gutem Hause keineswegs der Fall, ist dieser doch eher ein trockener Schaumwein, der vor allem als Begleitung zu Fleischgerichten hervorragend geeignet ist. Man kann Rosé Champagner auf zwei Arten erzeugen, wobei die Beigabe von Rotwein die einfachere Variante darstellt. Besonders hochklassige Rosés werden jedoch durch Schalenkontakt hergestellt, was bedeutet, dass Teile der Traubenschalen von Pinot Meunier und Pinot Noir während der Gärung mit dem Most in Kontakt bleiben und so nicht nur die besondere Färbung, sondern auch einen ausgesprochen vollmundigen Geschmack und ein kräftiges Bouquet verantworten. Trotz seiner beständigen Beliebtheit sind nur rund drei Prozent der jährlich produzierten Champagner Rosés.