Es steht außer Frage, dass Champagner ein überaus edles Getränk darstellt. Jedoch sind auch hier Qualitätsunterschiede zu verzeichnen. Doch worin liegen diese Unterschiede eigentlich? Die Qualität zeigt sich mitunter natürlich auch am Preis. Doch kann a priori davon ausgegangen werden, dass ein übermäßig teurer Champagner automatisch auch eine exzellente Qualität ausmacht? Worin liegt es, dass so eklatante Preisunterschiede vorliegen? Und warum kostet eine Flasche Champagner überhaupt so viel?
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Tag Archiv: Cuvée
Unterschiedliche Typen von Champagner – Der Cuvée de Prestige
Denn Champagner ist nicht gleich Champagner
Was Kennern und Experten natürlich schon lange bestens bekannt ist, mag für Neulinge und Einsteiger auf dem Gebiet des Champagnergenusses noch durchaus verwirrend sein, nämlich die unterschiedlichen Bezeichnungen der Champagner. Dabei geht es nicht in erster Linie um die verschiedenen Eigenenamen oder auch Sondereditionen, die oftmals speziell benannt werden, sondern vor allem um die grundsätzliche Bezeichnung der Schaumweine, wie etwa „Prestige Cuvée“, „Blanc de Noirs“, „Blanc de Blancs“ und weitere Benennungen. Unwissende können Bezeichnungen dieser Art oft nur schlecht einordnen, nicht zuletzt auch dann, wenn sie generell wenig über Wein wissen, sich aber gerne genauer zu diesem und Champagner informieren möchten. Daher kann eine leichte Orientierungshilfe in diesem Bereich nie schaden und vielleicht erfährt auch der ein oder andere Kenner etwas Neues.
Ein Cuvée de Prestige, im Deutschen auch als „Cuvée Prestige“ bekannt, darf nur für die besten aller Champagner als Bezeichnung verwendet werden und verweist dabei nicht nur auf eine entsprechende Qualität, sondern auch auf einen bestimmten Preis. In der Regel ist ein Cuvée Prestige ein Jahrgangschampagner, was bedeutet, dass nur die besten Weine eines besonderen Jahrgangs für diesen Champagner verwendet werden dürfen. Diese weisen großteils auch eine entsprechende Zeit der Reifung vor, was auch auf den Cuvée Prestige selbst zutrifft. Dieser ist ausnahmslos immer eines der Spitzenprodukte des jeweiligen Champagnerhauses, welches meist auch nur in limitierter Auflage produziert wird und daher einen entsprechenden Preis vorweist.
Zeitlos berühmte Cuvée Prestige
Vor allem die großen und alteingesessenen Champagnerhäuser brachten in der Vergangenheit besondere Champagner heraus, die auch heute noch bekannt und populär sind. Besonders berühmt ist wohl der Louis Roederer Cristal, der 1876 erstmals für den russischen Zar Alexander II erzeugt wurde und von vielen sozusagen als der erste Cuvée Prestige gesehen wird. Ein weiteres Spitzenprodukt ist Laurent-Perriers Grand Siécle, der seine hohe Qualität auch dem großen Wissen dieses traditionsreichen Hauses verdankt. Auch Duval-Leroys Cuvée Femme und Pol Rogers Cuvée Sir Winston Churchill zählen zu diesen hochklassigen und besonderen Champagner. Der Dom Perignon, erstmals erschienen 1936, wird übrigens neben dem Cristal von vielen Kennern auch als der erste Cuvée Prestige gesehen, wobei dies wohl auch immer im Auge des Betrachters und der jeweiligen Perspektive desselbigen liegt.
Besondere Stücke bei ausgewählten Jahrgängen
Hohe Qualität lässt sich durchaus noch steigern
Die meisten bekannten und dementsprechend prestigeträchtigen Champagnerhäuser bestechen bei allen ihren Produkten durch eine ausgesprochen hohe Qualität und erfreuen damit den Kenner und Genießer. Doch so manches Haus weiß dies immer einmal wieder noch zu übertrumpfen, indem zu entsprechenden Anlässe besondere Champagner produziert werden, deren Genuss wiederum vor allem für echte Liebhaber kaum zu übertreffen ist. Auch im Geschäftsfeld des Champagners gibt es die aus vielen Branchen bekannten sogenannten Special Editions, welche zu verschiedenen Anlässen und Gegebenheiten produziert werden, um die Kundschaft mit einem besonders edlen Tropfen zu erfreuen. Diese Vorgehensweise wird auch im Champagnerhaus Bollinger praktiziert, welches den Grand Année produziert. Dieser Champagner wird aber nur dann erzeugt, wenn man bei Bollinger davon überzeugt ist, dass es sich im jeweiligen Jahr um eine besonders ausgezeichnete Ernte handelt. Dafür müssen die verwendeten Trauben eine ausgezeichnete Qualität aufweisen, die sich auch in den daraus fabrizierten Cuvées niederschlägt. Nur wenn dies der Fall ist, bringt Bollinger einen Grand Année heraus, der dementsprechend beliebt und selten ist. Denn natürlich wird von diesem speziellen Champagner auch keine große Menge produziert, um deutlich zu machen, dass es sich hierbei um etwas sehr Exklusives handelt.
Ein besonderer Champagner aus außergewöhnlichen Jahren
In jenen ausgewählten und seltenen Jahren, in denen man im Hause Bollinger der Meinung ist, dass insgesamt eine hervorragende Ernte erzielt werden konnte, wird für den jeweiligen Grand Année jeder einzelne Cuvée, der hinzugefügt wird, sorgfältig und genau ausgewählt. Doch vor allem bei der Herstellung ist man im Hause Bollinger um eine sorgfältige und der Exklusivität des Endproduktes angemessene Vorgehensweise bemüht. Die erste Gärung erfolgt im kleinen Eichenfass, was in der heutigen Champagne nur mehr selten auf diese Weise passiert. Nach der Flaschenabfüllung für die zweite Gärung wird der Grand Année mit Naturkorken verschlossen, was einen besseren Schutz vor eventueller Oxidation darstellt. Insgesamt reift der Grand Année für sechs Jahre, bevor er degorgiert wird. Der Grand Année stellt die Basis für den Grand Année Rosè dar, beide Champagner gelten unter Kennern als absolute Spitzenprodukte, die sich durch Exklusivität und einen ausgewogenen Geschmack auszeichnen.
Eine ganz besondere Klasse
Sondereditionen für besondere Anlässe
Ein Champagner ist natürlich immer ein ganz besonderes Getränk, welches man nicht mal eben so nebenher beim Fernsehen trinkt. Man genießt einen Champagner mit Freunden oder der Familie, um auf ein besonderes Ereignis anzustoßen, etwas zu feiern oder um einer Einladung zum Essen einen besonders edlen Rahmen zu verleihen. Denn auch wenn viele qualitativ hochwertige Champagner heute durchaus leistbar sind und somit ein immer größeres Publikum erreichen, so steht das Getränk doch immer noch für einen besonders luxuriösen Genuss, den man sich nur an speziellen Anlässen oder auch mit speziellen Menschen gönnt. Zudem gilt es bei einem Champagner ja auch, auf die Zusammenstellung zu achten, denn schließlich harmonieren die einzelnen Komponenten meist mit ganz bestimmten Speisen und so mancher Champagner eignet sich besonders als Aperitif, während ein anderer sich besonders als begleitendes Getränk für Speisen eignet.
Viele der großen, erfolgreichen und vor allem prestigeträchtigen Champagnerhäuser erzeugen in unregelmäßigen Abständen, soweit es die Qualität der jeweiligen Traubenernte erlaubt, Sondereditionen, die sich durch eine besonders hervorragende Komposition von Cuvées und ähnlichem auszeichnen. Da das Erscheinen solcher besonderen Champagner von Umständen wie der Traubenqualität abhängt, auf welche man keinen direkten Einfluss nehmen kann, ist natürlich auch deren Stückzahl meist deutlich begrenzt und entsprechend begehrt sind diese exklusiven Raritäten auch bei Kennern und Liebhabern.
Ein außergewöhnlicher Champagner aus dem Hause Vranken
Eine diese ganz besonderen Editionen, die nur in besonderen Jahren gefertigt wird, ist der Champagner Vranken Diamant Bleu Vintage. Dieser umfasst eine besonders gelungene und exquisite Komposition von sechs Grand Crus, wobei die Assemblage sich aus 50 Prozent Chardonnay und 50 Prozent Pinot Noir zusammensetzt. Der Champagner leuchtet im Glas in einem äußerst weichen und warmen goldig anmutenden Strohgelb und es finden sich auch Bernsteintöne darin. Die Anteile des Chardonnay sorgen für eine besondere Frische und Leichtigkeit, doch insgesamt überzeugt der Diamant Bleu Vintage besonders durch seine Reichhaltigkeit, was natürlich auf die hochwertige Zusammensetzung zurückzuführen ist. Die Anteile des Pinot Noir bringen eine leichte Fruchtigkeit herein, die sich mit zarten Nuancen von Vanille, hellem Karamell und Marzipan mischt. Insgesamt erfreut dieser Champagner nicht nur durch ein reichhaltiges Geschmackserlebnis, sondern auch durch eine äußerst ansprechende Verpackungsgestaltung, was den Erwerb eines Diamant Bleu Vintage zu einem denkwürdigen Erlebnis macht.
Was Winston Churchill noch heute trinken würde…
Auch prominente Politiker trinken gerne mal Champagner
Winston Churchill ist eine der prominentesten Figuren der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges. Er ist nicht nur berühmt für die diversen Legenden, welche sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte um seine Person formten, sondern vor allem auch als jener Premierminister, der Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg führte. Dabei erstreckt sich seine Bedeutung für die Welt in historischen, politischen und militärischen Belangen weit über sein Heimatland hinaus, denn wohl zurecht schreiben ihm Historiker seit Jahrzehnten zu, sein Durchhaltevermögen im Sommer 1940 hatte eine frühe, aber dennoch entscheidende Wende im Krieg erbracht. Da er auch maßgeblich am Zustandekommen und dem anschließenden Erfolg der Anti-Hitler-Koalition mit Stalin in Russland und Roosevelt in den USA verantwortlich war, sehen viele Historiker in ihm und nicht in Stalin oder Roosevelt den hauptsächlichen und direkten Kontrahenten Hitlers. Seine besondere Position wurde und wird aber nicht nur in historischen und politischen Dimensionen geachtet. 1953 wurde ihm der Literaturnobelpreis verliehen, denn Churchill war nicht nur ein sehr erfolgreicher Politiker, sondern auch ein Literat, der unter anderem von seinen Erlebnissen als Soldat und Kriegsberichterstatter erzählte.
Wer ein Leben voller Höhen und Tiefen führt, der weiß nicht selten, selbige auch zu genießen beziehungsweise angenehm zu überstehen, und so galt Churchill als ausgesprochener Genussmensch, nicht zuletzt auch was den Alkohol anging.
Des Premiers liebster Schaumwein
Der Champagner aus dem Hause Pol Roger war der erklärte Lieblingschampagner des britischen Premierministers. Er trank diesen erstmals 1908 bei einem Besuch in Paris und war so begeistert, dass er fortan nur mehr Champagner dieser Marke orderte. Als er 1965 starb, brachte Pol Roger einen schwarzen Rahmen an den Etiketten jener Flaschen an, welche nach Großbritannien geliefert wurden. Eine abschließende und wohl auch sehr passende Hommage an den berühmten Verehrer schuf Pol Roger mit dem Cuvée Sir Winston Churchill, der erstmals 1984 auf den Markt kam und seitdem ein regelmäßiger Jahrgang im Repertoire des Champagnerhauses ist. Nach einer Vereinbarung des Hauses Pol Roger mit der Familie Churchill wird die genaue Zusammensetzung des Champagners nicht genannt, jedoch kommen natürlich alle Trauben ausschließlich aus Grand-Cru-Lagen.
Der Cuvée Sir Winston Churchill zeichnet sich nicht nur durch einen hervorragenden und durchaus klassischen Geschmack aus, sondern bringt auch einen Hauch Weltgeschichte ins Haus.
Eine moderne Marke mit Stil und berühmten Fans
Auch ein junges Champagnerhaus kann Klasse und Qualität verkaufen
Im Zusammenhang mit Champagnerhäusern und dem edlen Tropfen selbst ist man es meist gewohnt, dass eine lange zurückreichende Tradition automatisch auch für beste Qualität steht, was in den meisten Fällen ja auch zutrifft. Aber es geht nicht nur darum, die Herstellung des Champagners innerhalb eines Hauses durchwegs zu verbessern, sondern von Anfang an auf höchste Qualität der Trauben und beste Verarbeitungsmethoden zu achten. So können denn auch jüngere Hersteller von Champagner, die nicht auf eine Firmengeschichte von mindestens hundert Jahren zurückblicken, ebenfalls hervorragenden Champagner erzeugen, solange sie in allen wichtigen Bereichen auf erstklassige Qualität achten. Nicolas Feuillatte kaufte 1972 zwölf Hektar auf einem Weinberg in Bouleuse im Ardretal, stieg jedoch erst 1976 selbst in die Herstellung und den Verkauf von Champagner ein und begründet so die Marke „Nicolas Feuillatte“. Er widmet die Cuvèe Palms D’Or Vintage einer Jugendfreundin und seine Champagner fanden vor allem bei seinen international bekannten Freunden wie Jackie und Aristoteles Onassis, Lauren Bacall, Shirley MacLaine, Yves Saint-Laurent und Hubert de Givenchy sehr großen Anklang. Bereits zwei Jahre nach der Gründung des Champagnerhauses wurde der Réserve Particuliére im Weißen Haus in Washington DC serviert und die Popularität der Champagner aus dem Hause Nicolas Feuillatte wuchs beständig. Trotz des großen Erfolges verkaufte Feuillatte die Marke 1986 an das französische Weinbauzentrum Centre Vinicole.
Bei Nicolas Feuillatte überzeugt das Gesamtkonzept
Als Nicolas Feuillatte in die Produktion von Champagner einstieg, profitierte er natürlich, wie viele andere Newcomer auch, von den zahlreichen und wichtigen Entwicklungen, welche sich in diesem Bereich im Laufe der Jahrhunderte seit Beginn der Champagnerherstellung ereignet hatten. Doch er konnte nicht nur auf die besten Techniken zurückgreifen, um aus hervorragenden Trauben vom eigenen und anderen Weingütern das Beste herauszuholen, sondern er setzte bei der Vermarktung seines Champagner auch von Beginn an auf innovative Ideen und Vorgehensweisen. Denn schließlich war der Champagner selbst von Beginn an von ausgezeichneter und höchster Qualität, was vor allem auch seinem Kellermeister Jean-Pierre Vincent zu verdanken ist. Um jedoch die Marke erfolgreich von anderen abzugrenzen und ihr ein eigenes Profil zu verleihen, wird sie nicht nur noch heute von ihrem Begründer bei verschiedenen Anlässen immer wieder repräsentiert, sondern fördert auch durch Preise und Ausschreibungen künstlerische Talente. Zudem arbeitet man auch sehr eng mit international erfolgreichen Küchenchefs zusammen, um neue und innovative Geschmackskreationen zu schaffen. Kurzum, bei Nicolas Feuillatte werden exklusive Champagner von einem stimmigen Gesamtkonzept umgeben.
Verschiedene Gebiete weisen unterschiedliche Klassifizierungen auf
Wo der Grand Cru und Premier Cru herkommen
Grundsätzlich ist allgemein bekannt, dass sich ein Schaumwein nur dann Champagner nennen darf, wenn dieser aus der Region der Champagne kommt. Doch dabei alleine bleibt es nicht, denn die Anbaugebiete der Weintrauben, welche für die Herstellung dieser hochwertigen Getränke genutzt werden, weisen nochmals eine genauere Unterteilung auf. Die meisten Weinbauern, welche die Anbauflächen der Champagne zur Gewinnung der begehrten Trauben nutzen, stellen nämlich selbst keinen Champagner her, sondern verkaufen ihre Ernte an die Champagnerhersteller der Umgebung. Da die Champagne als Anbaugebiet insgesamt aber nicht überall die gleichen Bedingungen und Bodenqualitäten aufweist, wurden die einzelnen Gebiete und deren Erträge genauer eingeteilt, um eine übersichtliche Qualitätssicherung zu gewährleisten. Das Klima der Champagne ist semi-kontinental und hat durchaus auch ozeanische Einflüsse und die durchschnittliche Sonnenscheindauer von etwa 1650 Stunden im Jahr liegt zu einem Viertel in den Sommermonaten Juli und August vor. Dies bewirkt im Allgemeinen eine langsame Reifung der Weintrauben, was der Frische des Champagners deutlich zugute kommt. Die drei Rebsorten, welche hauptsächlich für die Champagnerherstellung angebaut werden, gedeihen auf den leicht unterschiedlichen Böden der Champagne entsprechend verschieden und werden daher gemäß der am besten passenden Bodenqualität angebaut. So wächst Chardonnay besonders gut auf Kreideboden, während Pinot Meunier vor allem den Lehmboden schätzt und Pinot Noir auf schweren und harten Böden besonders gut wächst.
Unterschiedliche Einschätzungen der Qualität bringen verschiedene Einteilungen mit sich
Für den möglichen Preis, den Weinbauern für ihre Trauben verlangen können, spielt das Qualitätspotential der betreffenden Weinberge eine große Rolle. Dieses wird von einem Weinmakler gemäß seiner Erfahrung auf einer Prozentskala vermerkt, ein Vorgehen, welches lange Tradition aufweist und 1911 zu einer schriftlichen Fixierung besagter Skala führte. Gemeinden, die dadurch auf hundert Prozent eingestuft wurden, produzieren demzufolge Trauben der Kategorie Grand Cru, während Gemeinden mit einer Einstufung von neunzig bis 99 Prozent die Kategorie Premier Cru führen. Erstgenannte Kategorie wird von 17 der 324 Weinbaugemeinden erfüllt, die zweite sogar von 44. Wenn für den Grundwein eines Champagners ausschließlich Trauben aus der Kategorie Grand Cru oder Premier Cru verwendet werden, so darf der Hersteller dies als Verweis auf die besonders hohe Qualität auch auf dem Etikett vermerken. Dies stellt aber bei erstklassigen Cuvees führender Champagnerhäuser ohnehin das übliche Vorgehen dar. Trauben aus Gemeinden in der Kategorie zwischen achtzig und 89 Prozent werden für die Produktion von normalem Champagner genutzt, während solche aus Gemeinden der Kategorie unter achtzig Prozent überhaupt nicht für die Champagnerproduktion verwendet werden dürfen.
Edelste Tropfen aus einem weltberühmten Haus
Champagne Krug produziert seit beinahe 170 Jahren auf höchstem Niveau
Das Champagnerhaus Krug wurde 1843 von Johann-Joseph Krug in Reims gegründet. Die Jahre zuvor arbeitete er für Adolphe Jacquesson in dessen gleichnamigen Champagner-Haus und sammelte dort genügend Erfahrung, um gemeinsam mit dem ansässigen Winzer Hyppolite de Vivés den Grundstein für eines der heute erfolgreichsten und renommiertesten Champagner-Häuser der Welt zu legen. Doch zunächst handelten die beiden Geschäftsmänner mit Champagner und Weinen der Region, bevor sie zwei Jahre später selbst mit der Produktion von Champagner begannen. Krug zeigte dabei vor allem ein großes Talent bei der Assemblage der Grundweine, welche hervorragend miteinander harmonierten und ein ausgezeichnetes Endprodukt ergaben. Dieses Talent gab er auch an seinen Sohn, Paul, weiter, der ebenfalls für seine harmonischen und exquisiten Kompositionen bekannt wurde. Dieser war es auch, der nach dem Tod Johann-Joseph Krugs und dem Rückzug Hyppolite de Vivés in den Ruhestand die Leitung des Unternehmens übernahm und es durch seine hervorragende Arbeit zu einer der führenden Marken im Bereich der Champagnerherstellung machte. Auch der Firmensitz, in welchem das Unternehmen heute noch residiert, wurde 1874 unter Paul Krug erbaut.
Das besondere Augenmerk auf harmonische und qualitativ hochwertige Assemblagen gilt im Hause Krug bis heute und festigte über die Jahrzehnte seinen Ruf als eine der weltweit besten Champagnermanufakturen.
Traditionelle Produktion sichert hohe Qualität
Auch wenn das Unternehmen heute zu den führenden Champagnerherstellern zählt und entsprechende Umsätze erreicht, so legt man im Hause Krug doch großen Wert auf bewährte und althergebrachte Fertigungsweisen, um die hohen Ansprüche der Kunden an die Marke immer zur vollsten Zufriedenheit erfüllen zu können. Die Grundweine werden ausschließlich in über dreißig Jahre alten Eichenholzfässern, die pro Stück jeweils an die 205 Liter Flüssigkeit fassen, ausgebaut. Diese speziellen Fässer verleihen dem Champagner von Krug eine ganz besondere Note und vor allem ihr fortgeschrittenes Alter verhindert, dass dieser eine Geschmacksnuance bekommt, welche entfernt an Holz erinnert. Die Trauben für die späteren Spitzenerzeugnisse kommen von den hauseigenen Reben, welche auf etwa fünfzehn Hektar Anbaufläche verteilt sind. Der Bedarf an Trauben, welcher über die eigenen Erträge hinausgeht, wird durch den Zukauf bei Winzern gedeckt, deren Produkte die Qualitätsstandards von Krug erfüllen. Daraus entstehen dann nach einem aufwendigen Herstellungsprozess und mehrjähriger Lagerung ausgezeichnete Cuvées wie etwa „Le Grande Cuvée“, „Rosé“, „Millésimé“ und „Collection“, sowie weitere Champagner aus Einzellagen, also der „Clos de Mesnil“ und der „Clos d’Ambonnay“.
Die wichtigsten Schritte zu prickelndem Genuss
Champagner – durch und durch ein besonderes Produkt
Dass ein Champagner seinen Namen und Ruf vor allem auch aufgrund der Anbauregion erhält, ist nicht nur unter Profikennern, sondern auch Laien bestens bekannt. Doch die Region alleine erzeugt noch keinen erlesenen Trinkgenuss, dazu gehört dann doch etwas mehr. Und so umfasst die Champagnerproduktion mehrere aufwendige Schritte, um schlussendlich mit dem weltweit begehrten Produkt auftrumpfen zu können. Dieser besondere Aufwand beginnt schon beim Anbau, der Lese und vor allem auch der Pressung. Das Anbaugebiet der Champagne umfasst an die 33000 Hektar und ist somit klar begrenzt, wobei eine Erweiterung in naher Zukunft geplant ist. Die Anbaudichte pro Hektar ist mit 7000 bis 8000 Rebstöcken klar reglementiert und wesentlich dichter als in anderen Weinbaugebieten. Um die Exklusivität des Champagners zu gewährleisten, ist aber auch der Höchstertrag limitiert, wobei diese Zahl je nach vermuteter Einträglichkeit des Jahres variieren kann. Sind also die Wetterverhältnisse eines Jahres besonders nachteilig, so wird auch der Höchstertrag nach unten revidiert. Die Trauben werden von Hand verlesen, was nach wie vor die einzige Möglichkeit ist, diese möglichst unversehrt zu ernten, und in sogenannten Mannequins gesammelt, um sie dann zur Pressung zu transportieren. Dabei wird besonders bei den roten Traubensorten darauf geachtet, dass diese schnell abgepresst werden, damit der rote Farbanteil möglichst gering bleibt.
Augewählte und spezielle Prozeduren legen den Grundstein für edle Tropfen
Die Trauben werden mehrfach gepresst, doch für hochqualitative Champagner wird nur der Most der ersten Pressung, welcher Kennern unter der Bezeichnung Cuvee bekannt ist, verwendet, da alle weiteren Pressungen vermehrt Bitterstoffe enthalten. Im nächsten Schritt wird der Cuvee in Holzfässer gefüllt und mit Hefe versetzt, was zum ersten Gärungsprozess führt, der mehrere Monate in Anspruch nimmt. Nach der ersten Gärung folgt der nächste Schritt, der die Champagnerproduktion schließlich auch so besonders macht, nämlich die Assemblage. Hierbei werden mehrere Cuvees verschiedener Jahrgänge miteinander verschnitten, wobei dieser Vorgang es auch erlaubt, die verschiedenen besonderen Modelle einzelner Marken und Sorten zu gestalten. Im Anschluss an diesen Vorgang kommt es schließlich zur Flaschengärung, die den abschließenden Produktionsschritt auf dem Weg zu hochwertigem Trinkgenuss darstellt. Diese Zweite Gärung dauert etwa drei Wochen und wird mit der Zugabe einer Zuckerart und Hefe durchgeführt. Durch die Hefe bilden sich Trübstoffe, die durch Rütteln und schlussendlichem Degorgieren entfernt werden. Dabei gilt aber zu beachten, dass Champagner abschließend noch mindestens fünfzehn Monate bis zu drei Jahren gelagert wird, um die Qualität weiter zu verbessern. Dann erst darf er die Gaumen erfreuen.
Ausgezeichneter Cuvée: der „Hommage á François Hémart“ von Henri Giraud
Eine Hymne des Gaumens auf den Begründer von Henri Giraud
Die Wurzeln des Champagner-Herstellers Henri Giraud reichen zurück bin ins 17. Jahrhundert, der Lebenszeit des Ahnherren François Hémart, der die Hänge von Aÿ erstmals für den Anbau von Weinreben nutzte und so den Grundstein für die Champagnerherstellung der Familie Giraud-Hémart legte. Und nach einer regen Geschichte, welche schließlich von Léon Giraud Anfang des weiterlesen