Ein interessantes Verfahren näher beleuchtet

Was genau ist die malolaktische Gärung

Im letzten Beitrag wurde von der Kunst der Champagnerherstellung unter Verzicht auf die malolaktische Gärung im Champagnerhaus Alfred Gratien berichtet. Doch es ist im Allgemeinen auch Freunden des Champagnergenusses nicht immer ganz genau bekannt, was die malolaktische Gärung im eigentlichen ist, wie diese vonstatten geht und welche Ergebnisse sie im Einzelnen bringen kann. Dies soll nun genauer beleuchtet weiterlesen

Eine besondere Produktionsweise bietet höchsten Genuss

Das Champagnerhaus Alfred Gratien folgt seltenen Prinzipien

Seit 1864 sind Champagner aus dem Haus Alfred Gratien erhältlich und von Beginn an steht das Haus für ausgezeichneten Champagnergenuss höchster Qualität. Dabei setzt man bei Alfred Gratien vor allem auf drei grundlegende Prinzipien, wenn es um die Herstellung des edlen Getränkes geht, nämlich die Reifung in Eichenfässern, eine Limitierung der Produktion auf eigenen Wunsch sowie den völligen Verzicht auf weiterlesen

Ein junger Champagner mit feiner Note

Ein guter Champagner muss nicht immer alteingesessen sein

1976 gründete der belgische Champagnerhersteller Paul-Francois Vranken seine nach ihm benannte Firma und ist seitdem vor allem dafür bekannt, berühmte und renommierte Namen in der Champagnerbranche in seinem Unternehmen zu vereinen. So gehört etwa Heidsieck & Co. Monopole zu Vranken, ebenso wie Charles Lafitte und Pommery. Doch bei Vranken möchte man sich nicht nur auf die international bekannten und weiterlesen

Ein renommiertes Haus mit ganz speziellen Produkten

Bei Bollinger pflegt man spezielle Beziehungen

Das Champagnerhaus Bollinger ist seit seiner Gründung 1829 bekannt für erstklassigen Champagner aus der familieneigenen Produktion. Im Bereich der Champagnerproduktion ist das Haus Bollinger eines der wenigen, welches noch in der Hand der Familie ist und diese Eigenschaft kann für diverse Unternehmungen ausgesprochen förderlich sein. Denn Bollinger ist unter anderem der Champagner, den James Bond bevorzugt weiterlesen

Ein guter Tropfen mit besonderer Farbe

Ein Champagner mit rötlichem Schein

Ein Champagner besticht in der gewohnten Darstellung durch eine helle, oft auch leicht goldige Farbe, die natürlich durchaus dem Weißwein an sich ähnlich ist. Beim Rosé ist dies ein wenig anders, denn dieser weist eine besondere Farbe auf, wie der Name schließlich auch schon impliziert. Dessen Farbe geht ein wenig ins weiterlesen

Nur das Beste der weißen Trauben – der Blanc de Blancs Champagner

Hier finden nur ausgewählte Trauben Verwendung

In der herkömmlichen Champagnerherstellung werden für gewöhnlich nicht nur weiße, sondern auch rote Trauben verwendet. Der Champagner nach der Machart des Blanc de Blancs stellt demnach durchaus eine Ausnahme dar, da die ausschließliche Verwendung von weißen Trauben in der Regel sehr selten ist. Die wörtliche Übersetzung der Bezeichnung Blanc de Blancs – „der Weiße aus den Weißen“ – verweist schließlich auch schon auf die Reinheit dieses Erzeugnisses. Während früher durchaus auch die Traubensorten Pinot Blanc, Arbanne Chardonnay und Petit Meslier zur Herstellung dieses besonderen Champagners verwendet wurden, besagt eine Regelung aus dem Jahr 1980, dass für den seit dem produzierten Blanc de Blancs ausschließlich Chardonnay-Trauben genutzt werden dürfen. Diese stammen zumeist aus den dafür bevorzugten Anbaugebieten Cramant, Avize und Le Mesnil. Da die Rebsorte Chardonnay etwas teurer ist als andere Sorten, weist auch der Blanc de Blancs einen etwas höheren Preis auf als andere Champagner nach herkömmlicher Produktionsweise. Das Bouquet der Blanc de Blancs überzeugt mit einem sehr blumigen und frischen Charakter, weshalb diese vor allem gerne als Aperitif gereicht werden. Zudem lassen sich diese Champagner ausgezeichnet auch längere Zeit lagern, was auf ihre Qualität meist einen äußerst positiven Effekt hat.

Eine Champagnersorte mit besonderer Geschichte

Die Blanc de Blancs wurde zwar schon seit dem 17. Jahrhundert hergestellt, doch ihre endgültige Popularität erreichten diese Champagner durch das Haus Salon und dessen Gründer Eugene-Aimé Salon. Dieser brachte in den 1920er Jahren den Blanc de Blancs des Hauses unter anderem in den Pariser Nachtclub Maxim, wo er ausgesprochen beliebt wurde und große Popularität erreichte. Als Salon 1943 starb und somit auch sein Engagement für diesen Champagner verschwand, verlor auch dieser wieder an Bekanntheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist es vor allem dem Champagnerhaus Tattinger zu verdanken, das der Blanc de Blancs wieder bekannt und beliebt wurde, da dieses mit dem „Comtes de Champagne“ einen ausgezeichneten Blanc de Blancs auf den Markt brachte. Im Laufe der Zeit folgten auch andere bekannte und renommierte Champagnerhäuser diesem Vorbild, wie etwa Pol Roger, Ayala, Ruinart, Roederer und Krug. Da der Blanc de Blancs aber nach wie vor als eine besondere Spezialität gilt, gibt es auch zahlreiche weitere Hersteller, welche auf die Produktion dieser Champagnerart verzichten, da dieser über eine kleinere Anhängerschaft verfügt, als wirtschaftlich nur bedingt rentabel scheint.

Ein weiterer besonderer Champagner – der Blanc de Noirs

Wenn der Name so manchen täuschen kann

Zahlreiche Champagner weisen zumeist einen leicht goldigen Farbton auf, der in vielen Fällen darauf schließen lässt, dass der jeweilige Champagner unter anderem aus weißen Trauben und dementsprechend auch weißem Wein gefertigt wurde. Eine Ausnahme mag hier der Rosé bilden, dessen Name jedoch bereits darauf verweist, dass hier Wein von roten Trauben für die Herstellung verwendet wurde. Zudem gibt es aber auch die Möglichkeit, hellen Wein von dunklen Trauben zu gewinnen. Und genau dies trifft auch bei einem Champagner zu, der als Blanc de Noirs bezeichnet wird, was wörtlich in etwa „der Weiße aus den Schwarzen“ heißt. Dieser wird hauptsächlich aus den Trauben Pinot Noir und Pinot Meunier gewonnen, welche direkt nach der Lese sofort gepresst werden, sodass die Farbstoffe der Haut der Beeren nicht in das Fruchtfleisch einziehen kann und dieses dementsprechend hell bleibt. Im gesamten Gebiet der Champagne macht das Anbaugebiet dieser beiden Trauben etwa 37 Prozent aus, von denen ein Teil auch für die Produktion des Blanc de Noirs verwendet wird. Hier sind vor allem die Gegenden von Ay, Bouzy, Mailly, Hautvillers und auch Verzenay zu nennen, in welchen die zuvor genannten dunklen Traubensorten besonders gerne und oft angebaut werden.

Ein besonderer Champagner mit besonderem Genuss

Jeden Champagner zeichnet eine ganz besondere Geschmacksnote aus, was sich nicht nur auf die unterschiedlichen Jahrgänge und Produktreihen bezieht, sondern durchaus auch auf die unterschiedlichen Komponenten sowie natürlich auch deren Zusammensetzung. Beim Blanc de Noirs sorgt die Traube der Sorte Pinot Noir für eine gewisse Kraft und einen deutlichen Körper im Champagner, während die Pinot Meunier Traube vor allem ein wenig Würze miteinbringt. Somit weist ein Champagner dieser Sorte oft eine fruchtige Nuance auf, die von Kennern besonders geschätzt wird. Durch diese klaren Geschmacksnoten eignet sich ein Blanc de Noirs vor allem für kräftige Speisen, welche durch einen oft recht dominanten Geschmack mit diesem Champagner ganz besonders gut harmonieren können. Da dieser Champagner aber durch das völlige Fehlen der Chardonnay Traube eine gewisse Leichtigkeit vermissen lässt, auf welche die meisten Champagnerhersteller durchaus Wert legen, ist er auf dem Markt verhältnismäßig selten. Unter den bekannten Champagnerherstellern sind vor allem die Häuser Bollinger und Bruno Paillard zu nennen, welche Blanc de Noirs produzieren.

Unterschiedliche Typen von Champagner – Der Cuvée de Prestige

Denn Champagner ist nicht gleich Champagner

Was Kennern und Experten natürlich schon lange bestens bekannt ist, mag für Neulinge und Einsteiger auf dem Gebiet des Champagnergenusses noch durchaus verwirrend sein, nämlich die unterschiedlichen Bezeichnungen der Champagner. Dabei geht es nicht in erster Linie um die verschiedenen Eigenenamen oder auch Sondereditionen, die oftmals speziell benannt werden, sondern vor allem um die grundsätzliche Bezeichnung der Schaumweine, wie etwa „Prestige Cuvée“, „Blanc de Noirs“, „Blanc de Blancs“ und weitere Benennungen. Unwissende können Bezeichnungen dieser Art oft nur schlecht einordnen, nicht zuletzt auch dann, wenn sie generell wenig über Wein wissen, sich aber gerne genauer zu diesem und Champagner informieren möchten. Daher kann eine leichte Orientierungshilfe in diesem Bereich nie schaden und vielleicht erfährt auch der ein oder andere Kenner etwas Neues.

Ein Cuvée de Prestige, im Deutschen auch als „Cuvée Prestige“ bekannt, darf nur für die besten aller Champagner als Bezeichnung verwendet werden und verweist dabei nicht nur auf eine entsprechende Qualität, sondern auch auf einen bestimmten Preis. In der Regel ist ein Cuvée Prestige ein Jahrgangschampagner, was bedeutet, dass nur die besten Weine eines besonderen Jahrgangs für diesen Champagner verwendet werden dürfen. Diese weisen großteils auch eine entsprechende Zeit der Reifung vor, was auch auf den Cuvée Prestige selbst zutrifft. Dieser ist ausnahmslos immer eines der Spitzenprodukte des jeweiligen Champagnerhauses, welches meist auch nur in limitierter Auflage produziert wird und daher einen entsprechenden Preis vorweist.

Zeitlos berühmte Cuvée Prestige

Vor allem die großen und alteingesessenen Champagnerhäuser brachten in der Vergangenheit besondere Champagner heraus, die auch heute noch bekannt und populär sind. Besonders berühmt ist wohl der Louis Roederer Cristal, der 1876 erstmals für den russischen Zar Alexander II erzeugt wurde und von vielen sozusagen als der erste Cuvée Prestige gesehen wird. Ein weiteres Spitzenprodukt ist Laurent-Perriers Grand Siécle, der seine hohe Qualität auch dem großen Wissen dieses traditionsreichen Hauses verdankt. Auch Duval-Leroys Cuvée Femme und Pol Rogers Cuvée Sir Winston Churchill zählen zu diesen hochklassigen und besonderen Champagner. Der Dom Perignon, erstmals erschienen 1936, wird übrigens neben dem Cristal von vielen Kennern auch als der erste Cuvée Prestige gesehen, wobei dies wohl auch immer im Auge des Betrachters und der jeweiligen Perspektive desselbigen liegt.

Nur das Beste vom Baum

Champagner wird noch immer traditionsgemäß verschlossen

Während gerade im Bereich der Weinproduktion immer öfter auf alternative Möglichkeiten, eine Flasche sicher und fest zu verschließen, zurückgegriffen wird, bleibt man beim Champagner den althergebrachten Traditionen treu und verschließt die Flaschen immer noch ausschließlich mit Naturkorken. Dabei wird natürlich vor allem auf die entsprechend hohe  Qualität und die sorgfältige Verarbeitung des Korkens besonders großer Wert gelegt, da bei solch hochwertigen Produkten wie einem Champagner alle Komponenten bestens miteinander harmonieren sollten. Zumeist stammt der Kork aus Spanien, Italien oder Portugal, also dem Mittelmeerraum und der Kork der Borke der sogenannten Korkeiche stellt die Hauptquelle für den Korken der Champagnerflaschen dar. In der Regel wird die Eiche erstmals etwa 25 Jahre nach dem Einpflanzen geschält, wobei dieser Kork noch nicht als Verschluss verwendet wird. Erst nach etwa 35 bis 40 Jahren wird der Kork dieser Bäume bezüglich seiner Qualität reif genug, um auch als Flaschenverschluss zu dienen. Wenn der Baum geschält wurde, wird der dabei gewonnene Kork jedoch nochmals für circa ein Jahr gelagert, bevor er weiterverarbeitet wird. Um die Qualität und damit auch die Eignung als Champagnerkorken zu beurteilen, wird die Größe und Anzahl der Poren des Korks herangezogen. Je mehr Poren der Kork aufweist und je größer diese sind, desto weniger eignet er sich als Flaschenverschluss, da hier die Gefahr sehr groß ist, dass Sauerstoff in die Flasche eindringen kann und so der Champagner ungenießbar wird.

Form und Funktion

Der Korken einer Champagnerflasche ist von seiner Grundform her zylindrisch, wie man es auch von den Korken der Weinflaschen kennt, hat jedoch einen größeren Durchmesser. Ein Korkschloss komprimiert den Korken stark, sodass er in die Flasche eingeführt werden kann und sich im Anschluss im Flaschenhals entsprechend ausdehnen kann, um die Flasche absolut dicht zu verschließen. Damit der Korken dem hohen Druck der Kohlensäure im Champagner nicht nachgibt, wird über diesen noch eine Agraffe, also das bestens bekannte Drahtkörbchen, angebracht, wobei ein Metallplättchen verhindert, dass das Drahtgestell zu stark in den Korken einschneidet. Dem Korken wird übrigens gerne die Schuld zugewiesen, wenn der Champagner verdirbt, was nicht immer zutreffend sein muss, jedoch möglich ist. So kann der Korken etwa von Schädlingen befallen sein, die unter anderem dafür sorgen können, dass Sauerstoff in die Flasche eindringt und den Champagner ungenießbar macht. Eine falsche Lagerung  kann zudem Schimmelpilzbefall verursachen, wobei hier nicht immer genau eruiert werden kann, wo genau der Fehler in der Lagerung begangen wurde. Es gilt also beim Kauf von Champagner immer auch sehr genau auf den Korken zu achten.

Besondere Stücke bei ausgewählten Jahrgängen

Hohe Qualität lässt sich durchaus noch steigern

Die meisten bekannten und dementsprechend prestigeträchtigen Champagnerhäuser bestechen bei allen ihren Produkten durch eine ausgesprochen hohe Qualität und erfreuen damit den Kenner und Genießer. Doch so manches Haus weiß dies immer einmal wieder noch zu übertrumpfen, indem zu entsprechenden Anlässe besondere Champagner produziert werden, deren Genuss wiederum vor allem für echte Liebhaber kaum zu übertreffen ist. Auch im Geschäftsfeld des Champagners gibt es die aus vielen Branchen bekannten sogenannten Special Editions, welche zu verschiedenen Anlässen und Gegebenheiten produziert werden, um die Kundschaft mit einem besonders edlen Tropfen zu erfreuen. Diese Vorgehensweise wird auch im Champagnerhaus Bollinger praktiziert, welches den Grand Année produziert. Dieser Champagner wird aber nur dann erzeugt, wenn man bei Bollinger davon überzeugt ist, dass es sich im jeweiligen Jahr um eine besonders ausgezeichnete Ernte handelt. Dafür müssen die verwendeten Trauben eine ausgezeichnete Qualität aufweisen, die sich auch in den daraus fabrizierten Cuvées niederschlägt. Nur wenn dies der Fall ist, bringt Bollinger einen Grand Année heraus, der dementsprechend beliebt und selten ist. Denn natürlich wird von diesem speziellen Champagner auch keine große Menge produziert, um deutlich zu machen, dass es sich hierbei um etwas sehr Exklusives handelt.

Ein besonderer Champagner aus außergewöhnlichen Jahren

In jenen ausgewählten und seltenen Jahren, in denen man im Hause Bollinger der Meinung ist, dass insgesamt eine hervorragende Ernte erzielt werden konnte, wird für den jeweiligen Grand Année jeder einzelne Cuvée, der hinzugefügt wird, sorgfältig und genau ausgewählt. Doch vor allem bei der Herstellung ist man im Hause Bollinger um eine sorgfältige und der Exklusivität des Endproduktes angemessene Vorgehensweise bemüht. Die erste Gärung erfolgt im kleinen Eichenfass, was in der heutigen Champagne nur mehr selten auf diese Weise passiert. Nach der Flaschenabfüllung für die zweite Gärung wird der Grand Année mit Naturkorken verschlossen, was einen besseren Schutz vor eventueller Oxidation darstellt. Insgesamt reift der Grand Année für sechs Jahre, bevor er degorgiert wird. Der Grand Année stellt die Basis für den Grand Année Rosè dar, beide Champagner gelten unter Kennern als absolute Spitzenprodukte, die sich durch Exklusivität und einen ausgewogenen Geschmack auszeichnen.