Ein junger Champagner mit feiner Note

Ein guter Champagner muss nicht immer alteingesessen sein

1976 gründete der belgische Champagnerhersteller Paul-Francois Vranken seine nach ihm benannte Firma und ist seitdem vor allem dafür bekannt, berühmte und renommierte Namen in der Champagnerbranche in seinem Unternehmen zu vereinen. So gehört etwa Heidsieck & Co. Monopole zu Vranken, ebenso wie Charles Lafitte und Pommery. Doch bei Vranken möchte man sich nicht nur auf die international bekannten und weiterlesen

Eine prägende Kunstrichtung für den Champagner

Ein Weltenbummler mit künstlerischer Weitsicht

Der Champagner an sich ist nicht nur für seinen exquisiten Geschmack und seine ganz besondere Fertigung sowie Herkunft bekannt, sondern unter Kunstfreunden durchaus auch für seine oft sehr kunstvoll gestalteten Werbungen, vor allem in der Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Diese wurden nicht weiterlesen

Champagner und Literatur

Ein edles Getränk hinterlässt Spuren in der Literaturgeschichte

Dass ein so edles und populäres Genussmittel wie der Champagner im Laufe seiner Geschichte in vielfältigster Weise auch die verschiedenen Mittel des künstlerischen Ausdruckes geprägt hat, scheint naheliegend und verständlich. Doch abseits von den bildnerischen Künsten der Belle Epoque kann man durchaus sagen, dass Champagner auch in der Literaturgeschichte eine durchaus nicht unbedeutende Rolle gespielt hat, um einer weiterlesen

Champagnerimpressionen malerisch verarbeitet

Nicht nur für die Werbung auf Bildmaterial gebannt

Dass für den Champagner gerade in der Belle Epoque und der Zeit davor und danach zahlreiche namhafte Künstler, in erster Linie natürlich jene aus Frankreich, die Werbeplakate für diverse Champagnerhäuser gestalteten, ist allgemein bekannt. Immerhin ist so manches Werbewerk aus der damaligen Zeit auch heute noch äußerst populär und findet als Poster in diversen Wohnzimmern weiterlesen

Eine besondere Epoche für den Champagner

Die Belle Epoque wusste das Leben zu genießen

Seit seiner Entwicklung in einer Form, die auch heute noch bekannt und beliebt ist, hat der Champagner immer wieder Höhen erlebt, aber auch Zeiten, in welchen die Nachfrage etwas zurückhaltender war. Historisch gesehen galt der Champagner sehr lange Zeit als ein Getränk der Elite und des Adels und war dementsprechend nur einem verhältnismäßig kleinen Teil der Gesellschaft vorbehalten, was natürlich nicht zuletzt auch an dessen Preis lag. Dies änderte sich jedoch am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn der 20. Jahrhunderts, weiterlesen

Ein guter Tropfen mit besonderer Farbe

Ein Champagner mit rötlichem Schein

Ein Champagner besticht in der gewohnten Darstellung durch eine helle, oft auch leicht goldige Farbe, die natürlich durchaus dem Weißwein an sich ähnlich ist. Beim Rosé ist dies ein wenig anders, denn dieser weist eine besondere Farbe auf, wie der Name schließlich auch schon impliziert. Dessen Farbe geht ein wenig ins weiterlesen

Nur das Beste der weißen Trauben – der Blanc de Blancs Champagner

Hier finden nur ausgewählte Trauben Verwendung

In der herkömmlichen Champagnerherstellung werden für gewöhnlich nicht nur weiße, sondern auch rote Trauben verwendet. Der Champagner nach der Machart des Blanc de Blancs stellt demnach durchaus eine Ausnahme dar, da die ausschließliche Verwendung von weißen Trauben in der Regel sehr selten ist. Die wörtliche Übersetzung der Bezeichnung Blanc de Blancs – „der Weiße aus den Weißen“ – verweist schließlich auch schon auf die Reinheit dieses Erzeugnisses. Während früher durchaus auch die Traubensorten Pinot Blanc, Arbanne Chardonnay und Petit Meslier zur Herstellung dieses besonderen Champagners verwendet wurden, besagt eine Regelung aus dem Jahr 1980, dass für den seit dem produzierten Blanc de Blancs ausschließlich Chardonnay-Trauben genutzt werden dürfen. Diese stammen zumeist aus den dafür bevorzugten Anbaugebieten Cramant, Avize und Le Mesnil. Da die Rebsorte Chardonnay etwas teurer ist als andere Sorten, weist auch der Blanc de Blancs einen etwas höheren Preis auf als andere Champagner nach herkömmlicher Produktionsweise. Das Bouquet der Blanc de Blancs überzeugt mit einem sehr blumigen und frischen Charakter, weshalb diese vor allem gerne als Aperitif gereicht werden. Zudem lassen sich diese Champagner ausgezeichnet auch längere Zeit lagern, was auf ihre Qualität meist einen äußerst positiven Effekt hat.

Eine Champagnersorte mit besonderer Geschichte

Die Blanc de Blancs wurde zwar schon seit dem 17. Jahrhundert hergestellt, doch ihre endgültige Popularität erreichten diese Champagner durch das Haus Salon und dessen Gründer Eugene-Aimé Salon. Dieser brachte in den 1920er Jahren den Blanc de Blancs des Hauses unter anderem in den Pariser Nachtclub Maxim, wo er ausgesprochen beliebt wurde und große Popularität erreichte. Als Salon 1943 starb und somit auch sein Engagement für diesen Champagner verschwand, verlor auch dieser wieder an Bekanntheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist es vor allem dem Champagnerhaus Tattinger zu verdanken, das der Blanc de Blancs wieder bekannt und beliebt wurde, da dieses mit dem „Comtes de Champagne“ einen ausgezeichneten Blanc de Blancs auf den Markt brachte. Im Laufe der Zeit folgten auch andere bekannte und renommierte Champagnerhäuser diesem Vorbild, wie etwa Pol Roger, Ayala, Ruinart, Roederer und Krug. Da der Blanc de Blancs aber nach wie vor als eine besondere Spezialität gilt, gibt es auch zahlreiche weitere Hersteller, welche auf die Produktion dieser Champagnerart verzichten, da dieser über eine kleinere Anhängerschaft verfügt, als wirtschaftlich nur bedingt rentabel scheint.

Unterschiedliche Typen von Champagner – Der Cuvée de Prestige

Denn Champagner ist nicht gleich Champagner

Was Kennern und Experten natürlich schon lange bestens bekannt ist, mag für Neulinge und Einsteiger auf dem Gebiet des Champagnergenusses noch durchaus verwirrend sein, nämlich die unterschiedlichen Bezeichnungen der Champagner. Dabei geht es nicht in erster Linie um die verschiedenen Eigenenamen oder auch Sondereditionen, die oftmals speziell benannt werden, sondern vor allem um die grundsätzliche Bezeichnung der Schaumweine, wie etwa „Prestige Cuvée“, „Blanc de Noirs“, „Blanc de Blancs“ und weitere Benennungen. Unwissende können Bezeichnungen dieser Art oft nur schlecht einordnen, nicht zuletzt auch dann, wenn sie generell wenig über Wein wissen, sich aber gerne genauer zu diesem und Champagner informieren möchten. Daher kann eine leichte Orientierungshilfe in diesem Bereich nie schaden und vielleicht erfährt auch der ein oder andere Kenner etwas Neues.

Ein Cuvée de Prestige, im Deutschen auch als „Cuvée Prestige“ bekannt, darf nur für die besten aller Champagner als Bezeichnung verwendet werden und verweist dabei nicht nur auf eine entsprechende Qualität, sondern auch auf einen bestimmten Preis. In der Regel ist ein Cuvée Prestige ein Jahrgangschampagner, was bedeutet, dass nur die besten Weine eines besonderen Jahrgangs für diesen Champagner verwendet werden dürfen. Diese weisen großteils auch eine entsprechende Zeit der Reifung vor, was auch auf den Cuvée Prestige selbst zutrifft. Dieser ist ausnahmslos immer eines der Spitzenprodukte des jeweiligen Champagnerhauses, welches meist auch nur in limitierter Auflage produziert wird und daher einen entsprechenden Preis vorweist.

Zeitlos berühmte Cuvée Prestige

Vor allem die großen und alteingesessenen Champagnerhäuser brachten in der Vergangenheit besondere Champagner heraus, die auch heute noch bekannt und populär sind. Besonders berühmt ist wohl der Louis Roederer Cristal, der 1876 erstmals für den russischen Zar Alexander II erzeugt wurde und von vielen sozusagen als der erste Cuvée Prestige gesehen wird. Ein weiteres Spitzenprodukt ist Laurent-Perriers Grand Siécle, der seine hohe Qualität auch dem großen Wissen dieses traditionsreichen Hauses verdankt. Auch Duval-Leroys Cuvée Femme und Pol Rogers Cuvée Sir Winston Churchill zählen zu diesen hochklassigen und besonderen Champagner. Der Dom Perignon, erstmals erschienen 1936, wird übrigens neben dem Cristal von vielen Kennern auch als der erste Cuvée Prestige gesehen, wobei dies wohl auch immer im Auge des Betrachters und der jeweiligen Perspektive desselbigen liegt.

Champagner und andere kulinarische Erlebnisse

Der edle Tropfen als geschmackvoller Begleiter

Champagner wird oft als Getränk gewählt, mit welchem man auf besondere Anlässe anstößt und feierlichen Abenden einen entsprechend stilvollen Rahmen gibt. Auch als Aperitif findet ein guter Champagner oft Verwendung, um sich auf ein gutes Essen und einen schönen Abend angemessen einzustimmen. Doch dabei sollte nie vergessen werden, dass sich dieses edle Getränk auch ganz hervorragend dazu eignet, zu verschiedenen Speisen begleitend ausgeschenkt zu werden, da es mit zahlreichen Gerichten sehr ansprechend harmonisiert. Je nachdem, welche Marke und Art von Champagner man individuell bevorzugt, gibt es zu jedem einzelnen Produkt meist ausführliche Hinweise, mit welchen Speisen sich das betreffende Getränk besonders gut genießen lässt. Gerade bei Gerichten mit einem hohen Fleischanteil gibt es zahlreiche Champagner, die damit hervorragend munden, was mit einem  Blick auf die Produktbeschreibung jeweils genauer herauszufinden ist. Daneben gibt es aber auch einige Speisen, die besonders gerne und bevorzugt mit Champagner gereicht werden, wozu wohl zahlreiche Fischgerichte sowie auch eine ausgewählte Käseplatte gezählt werden können. Gerade zu Kaviar und auch Austern schmeckt Champagner besonders gut, da er mit seiner spritzigen Leichtigkeit den Genuss dieser frischen und exklusiven Speisen äußerst geschmackvoll untermalt.

Champagner dient auch als exquisite Zutat

Das Kochen mit Champagner mag so manchem auf den ersten Blick nicht unbedingt naheliegend erscheinen, doch ein solches Vorgehen darf auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits 1755 finden in dem Buch “Les Soupers de la Cour”, welches die unterschiedlichsten Gerichte der damaligen Zeit am französischen Königshof beschreibt, unzählige Rezepte Erwähnung, die als eine der Zutaten Champagner aufweisen. Dazu zählen nicht nur Gerichte mit Fleisch und Fisch, sondern auch unzählige Saucen. Und auch heute wird gerne mit Champagner gekocht, wenngleich man diesen als Zutat natürlich immer sehr bewusst auswählt und verwendet. So findet sich der edle Tropfen nicht nur in verschiedenen Saucen zu Gerichten mit Fisch, Fleisch und Meeresfrüchten, sondern auch als kreative Zutat, etwa beim Champagnerkraut, der Bouillabaisse oder dem Champagnerburger. Auch in verschiedenen Desserts darf der Champagner dem Gericht eine besondere und exklusive Note verleihen. Hier kann man auf unzählige Rezepte zurückgreifen, jedoch auch der eigenen Kreativität freien Lauf lassen, um mit leckeren Speisekombinationen zu experimentieren.

Die frühen Anfänge edler Genüsse

Schon in früher Zeit war die Champagne ein beliebtes Anbaugebiet

In den meisten Fällen erringt ein berühmtes Anbaugebiet für solch raffinierte und anspruchsvolle Genussmittel wie Wein, Sekt und Champagner nicht über Nacht eine gewisse Popularität, sondern diese ergibt sich vielmehr aus einer stetig zunehmenden Erfolgsgeschichte. Dementsprechend erfreut sich die Champagne nicht erst seit dem 17. Jahrhundert einer großen Bekanntheit als eines der besten Weinbaugebiete, sondern die Grundsteine für diesen späteren Erfolg wurden bereits zu Zeiten der Römer gelegt. Diese bauten dort die ersten Reben an, wobei sie ausschließlich stillen Wein produzierten. Lange Zeit wurde daraufhin in der Gegend der heutigen Champagne Wein angebaut, ohne dass dieser jedoch größere Popularität erlangte. Historisch bedeutsam ist das Jahr 1114, welches im Allgemeinen als das Gründungsjahr der Weinbauregion Champagne gesehen wird. Große Teile des heutigen Anbaugebietes wurden in diesem Jahr in einer Urkunde des Bischofs von Chalons-en-Champagne dem Abt des dort befindlichen Benediktinerklosters überschrieben. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde dort der allseits als „Vin de Champagne“ bekannte Wein produziert, der jedoch immer noch still war und sich an den europäischen Höfen äußerst großer Beliebtheit erfreute. Erst im 17. Jahrhundert, genauer um 1670, wurde die Herstellung des Schaumweines entdeckt.

Der Anfang einer Erfolgsgeschichte

Die Entdeckung des Schaumweines erfolgte zufällig und unterlag den Witterungseinflüssen. Da im Norden Frankreichs die Trauben durchaus erst spät reifen, konnte der Wein von Beginn des Winters nicht zur Gänze gären und es kam zu einer zweiten Gärung im Frühjahr, als die Temperaturen wieder stiegen. Was bei Holzfässern keine Auffälligkeiten zeigte, da die dadurch entstehende Kohlensäure entweichen konnte, führte bei einer zweiten Gärung in Flaschen allerdings zur Entstehung von Schaumwein. Dieser erfreute sich recht bald zunehmender Beliebtheit, wenngleich die Winzer selbst davon nur bedingt begeistert waren, da sich die Herstellung als durchaus verlustreich herausstellte. Immer wieder führte die Entstehung der Kohlensäure zu herausspringenden Korken und geplatzten Flaschen, wodurch der kostbare Inhalt verloren ging. Im Laufe der Zeit entwickelte sich jedoch die Möglichkeit der kontrollierten Flaschengärung, welche vor allem von dem Benediktinermönch Dom Pérignon maßgeblich weiterentwickelt wurde. Die ursprüngliche Trübung des Champagners wurde schließlich von Nicole-Barbe Cliquot und ihren Mitarbeitern durch die Entwicklung des Rüttelns und Degorgierens beseitigt. Von da an entwickelte sich der Champagner zu einem zunehmenden Luxusgetränk, welches in der gehobenen Gesellschaft sehr geschätzt wurde und sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut.