Italien vs Frankreich: 1:0 für Italien
Wenn man den Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa Glauben schenken will, dann hat der italienische Perlwein Spumante dem französischen Champagner inzwischen den Rang abgelaufen. Es wird kolportiert, dass in diesem Jahr der Spumante beim Export im Vergleich zum letzten Jahr um rund 25 Prozent zulegen konnte: Mit insgesamt über 200 Millionen aus seinem Ursprungslang Italien ausgeführten Flaschen hätte er in dieser Hinsicht somit seine edle Konkurrenz aus der Champagne überholt.
Dies wäre immerhin eine positive Nachricht für Italien, das in den vergangenen Monaten vor allem mit weniger erfreulichen Nachrichten in Presse und Funk vertreten war. Als ein Grund für diese immense Steigerung führt die Organisation Coldiretti – es handelt sich dabei um einen italienischen Agrarverband – die Verkaufserfolge in Russland an. Diese boomende Nation hat dem Vernehmen nach ihre Liebe zum Spumante entdeckt und dieser wird nun im Riesenreich großzügig genossen.
Aber auch Deutschland, die USA und Großbritannien sind traditionelle Spumante-Hochburgen, die im Jahre 2011 ebenfalls dafür gesorgt haben, dass der italienische Schaumwein auf den einschlägigen Beliebtheitslisten ganz oben geführt wird.
Spumante vs Champagner: 0:1 für den unvergleichlichen Genuss
Die Erfolge, auf die der Spumante im nun ablaufenden Jahr verweisen kann, sind vor allem seiner Prosecco-Variante geschuldet. Diese erfreut sich inzwischen weltweit großer Beliebtheit und ist für den Champagner bereits der klassische Konkurrent schlechthin. Nichtsdestoweniger kann er in Sachen Exklusivität mit dem prickelnden Genuss aus dem benachbarten Frankreich nicht mithalten.
Selbst wenn der Spumante heuer also den Champagner die Exporte betreffend quantitativ überholt haben sollte, wer den erlesenen Genuss auf höchstem Niveau sucht, der wird auch künftig auf die unvergleichlichen Wirkungen eines gepflegten Glases feinsten Champagners vertrauen.