Die richtige Lagerung sichert langfristigen Trinkgenuss

Bei der optimalen Lagerung von Champagner gilt es, umsichtig zu sein

Beim Champagner ist nicht nur die richtige Lagerung im Zuge des Reifeprozesses ausgesprochen wichtig, sondern auch nach dem Erwerb sollte man wichtige Punkte beachten, damit hier die hohe Qualität auch zur vollsten Zufriedenheit des Konsumenten erhalten bleibt. So mag es auch einen Unterschied darstellen, worauf man beim Champagnergenuss besonderen Wert legt. Schätzt man einen Champagner vor allem wegen seiner Frische, so sollte man diesen recht bald nach dem Degorgieren öffnen, um diese Komponente besonders genießen zu können. Ein einfacher Champagner ohne eine Angabe des Jahrgangs kann seinen geschmacklichen Höhepunkt in der Regel innerhalb von zwei Jahren erreichen. Dabei nimmt zwar der Druck der Kohlensäure in den Flaschen zunehmend ab, dem hervorragenden Geschmack, der zugleich an Harmonie gewinnt, tut dies jedoch keinen Abbruch. Auch die Aromen gewinnen in dieser Zeit zunehmend an Intensität. Ausgezeichnete Champagner mit einem entsprechenden Jahrgang können jedoch zehn Jahre und länger gelagert werden und in dieser Zeit noch deutlich an Qualität gewinnen. Entscheidend ist in diesem Fall immer, wie lange der Champagner während der Reifezeit in der Hefe lag, eine Angabe, die sich nicht immer leicht finden lässt, von manchen Herstellern aber auf dem Produkt vermerkt wird. Doch nicht nur die Länger der Lagerung, auch die Umstände, unter denen diese erfolgt, sind entscheidend, um keine Einbußen bei Geschmack und Qualität zu riskieren.

Der richtige Ort ist entscheidend

Vor allem bezüglich der Temperatur und der Lichtverhältnisse ist es entscheidend, an welchem Ort ein Champagner gelagert wird. Gerade auf den Einfluss von Licht reagiert Champagner besonders sensibel, vor allem Leuchtstofflampen können hier sehr negativ wirken. Auch eine konstante Temperatur, am besten zwischen zehn bis zwölf Grad, sollte erreicht werden, was sich vor allem in klimatisierten Weinkellern und entsprechend temperierten Weinkühlschränken erreichen lässt. Zudem sollte ein Champagner nur liegend gelagert werden, damit der Korken nicht austrocknet. Des Weiteren sind Erschütterungen genauso zu verhindern wie intensive Gerüche in der Umgebung der Lagerstätte, da diese auch bei einer verschlossenen Flasche durch den Korken eindringen können und vom Inhalt aufgenommen werden. Zu guter Letzt sollte auch auf eine Luftfeuchtigkeit von etwa siebzig Prozent geachtet werden, da nur dann der Korken entsprechend geschmeidig und elastisch bleibt und keine Luft in die Flasche lässt, was zu einer Oxidation führen und den Champagner ungenießbar machen würde.

Offener Champagner sollte im Übrigen so schnell wie möglich genossen werden, mit einem speziellen Druckverschluss ist er maximal zwei Tage im Kühlschrank haltbar, ohne an Qualität zu verlieren.