Ein Familienbetrieb mit langer Tradition

Ein traditionsreicher und klassischer Beginn…

Viele große und auch heute noch bekannte Champagnerhäuser haben klein angefangen, nicht selten in der Hand einer Familie, die das Geschäft über viele Generationen hinweg leitete. Doch in manchen Fällen haben sich nicht nur die Zeiten geändert, sondern auch die Handhabung der Geschäfte und dementsprechend auch diverse Strategien. Glücklicherweise hat dies nie eine Auswirkung auf die Qualität der Produkte und so kann man erstklassigen Champagner unabhängig von den verschiedenen geschäftlichen Leitungen konsumieren. Doch es gibt auch immer noch Champagnerhäuser, die ihre traditionsreichen Wurzeln pflegen und dementsprechend seit ihrem Bestehen in der Hand derselben Familie sind, welche die Geschicke des Unternehmens leitet. Dazu gehört auch die Familie Billecart-Salmon, welche den Champagner des gleichen Namens erzeugt und vertreibt. Der Familienbetrieb wurde 1818 gegründet, wobei wohl die Heirat von Nicolas Francois Billecart mit Elisabeth Salmon den Grundstein gelegt hat. Seitdem lag die Leitung des Betriebes in Mareuil-sur-AΫ immer in der Hand der Familie. Obwohl das Haus eher zu den kleinen Champagnerproduzenten gehört, genießt der dort geschaffene Champagner einen ausgezeichneten Ruf und ist nicht nur bei Kennern und Genießern äußerst beliebt.

Ausgezeichnete Kreationen und höchste Qualität

Heute leitet Francois Roland-Billecart die Geschicke des Unternehmens in siebter Generation und erfüllt mit den diversen Champagnerkreationen die hohen Erwartungen der internationalen Klientel. Das Haus zählt dreißig Hektar von Weinbergen in bester Lage zu seinem Eigentum, von denen ein großer Teil der hochwertigen Trauben stammt, die für den Champagner von Billecart-Salmon verwendet werden. Auch an jene Winzer, von denen die darüber hinaus benötigten Trauben zugekauft werden, stellt man hohe Ansprüche bezüglich Aufzucht und Qualität. Dies hat sich im Laufe der Jahre als äußerst erfolgreiches Vorgehen erwiesen, denn der Cuvée Nicolas-Francois Billecart 1959 konnte sich 1999 gegen 150 Konkurrenten, bestehend aus den besten Champagner des 20. Jahrhunderts, den begehrten Titel des „Champagne of the Millenium“ sichern. Doch auch andere Champagner des Hauses stellen einen ganz besonderen Genuss dar, der sich zu schönen und erfreulichen Anlässen mit Freunden und Familie hervorragend eignet, um deren Exklusivität zu unterstreichen.

Ein edler Schaumwein mit besonderem Gimmick

Manchmal kommt es nicht nur auf den Inhalt an

Champagner an sich ist ja schon immer etwas Besonderes und ein Feuerwerk für den Gaumen des Genießers. Aber ein kulinarischer Genuss lässt sich durch eine optische Schmückung der Verpackung zwar nicht direkt beeinflussen, jedoch auf jeden Fall noch steigern. Ein Champagner selbst glänzt ja bezüglich seiner Farbe vor allem durch die verschiedenen Weine, die darin verarbeitet wurden. Dies setzt dem kreativen Umgang mit dem Aussehen natürlich gewisse Grenzen, nicht zuletzt, da man ja auch den edlen Geschmack nicht verfälschen oder überhaupt irgendwie beeinflussen möchte. So bleibt es letztlich, vor allem bei der Flasche eines Champagners mögliche kreative Ambitionen auszuleben. Hier jedoch zeigen einige renommierte Häuser ein ganz besonderes Talent zur ausgefallenen und künstlerischen Gestaltung, die natürlich hauptsächlich im Zuge der verschiedenen Sondereditionen erhältlich sind. So brachte etwa Dom Perignon eine spezielle Edition auf den Markt, die den Künstler Andy Warhol ehrte, welcher der Legende nach im berühmten Studio 54 gerne den Champagner dieses Hauses trank. Piper Heidsieck wiederum schuf für den Rose eine besondere Ausgabe, deren Flasche sich in eine pinke Hülle in der Optik von Krokodilsleder hüllte. Und auch die verschiedenen Flaschen des Pommery POP Champagners bestechen immer wieder durch eine besonders ausgefallene Optik. Aber auch andere große Champagnerhäuser zeigen Ideenreichtum.

Veuve Cliquot zeigt Frische und Esprit

Im Bereich der Rosé Champagner ist aus dem renommierten und qualitätsbewussten Haus Veuve Cliquot nun die Bird Song Edition erhältlich, bei welcher die Flasche des Champagners von einem originellen und ansprechenden Ice Jacket umhüllt wird. Der Rosé Champagner, der für die Bord Song Edition verwendet wird, setzt sich aus etwa 55 Prozent Pinot Noir, an die 20 Prozent Pinot Meunier und etwa 33 Prozent Chardonnay. Es findet sich hier eine harmonische Komposition von 60 Crus, von denen ein Anteil von etwa 40 Prozent aus sogenannten Reserveweinen früherer Jahrgänge zusammensetzt, was dem Rosé einen vollmundigen und runden Körper verleiht. So stellt also nicht nur die Hülle einen besonderen Genuss dar, sondern auch der Inhalt überzeugt durch einen frischen und ausgewogenen Geschmack.

Die frühen Anfänge edler Genüsse

Schon in früher Zeit war die Champagne ein beliebtes Anbaugebiet

In den meisten Fällen erringt ein berühmtes Anbaugebiet für solch raffinierte und anspruchsvolle Genussmittel wie Wein, Sekt und Champagner nicht über Nacht eine gewisse Popularität, sondern diese ergibt sich vielmehr aus einer stetig zunehmenden Erfolgsgeschichte. Dementsprechend erfreut sich die Champagne nicht erst seit dem 17. Jahrhundert einer großen Bekanntheit als eines der besten Weinbaugebiete, sondern die Grundsteine für diesen späteren Erfolg wurden bereits zu Zeiten der Römer gelegt. Diese bauten dort die ersten Reben an, wobei sie ausschließlich stillen Wein produzierten. Lange Zeit wurde daraufhin in der Gegend der heutigen Champagne Wein angebaut, ohne dass dieser jedoch größere Popularität erlangte. Historisch bedeutsam ist das Jahr 1114, welches im Allgemeinen als das Gründungsjahr der Weinbauregion Champagne gesehen wird. Große Teile des heutigen Anbaugebietes wurden in diesem Jahr in einer Urkunde des Bischofs von Chalons-en-Champagne dem Abt des dort befindlichen Benediktinerklosters überschrieben. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde dort der allseits als „Vin de Champagne“ bekannte Wein produziert, der jedoch immer noch still war und sich an den europäischen Höfen äußerst großer Beliebtheit erfreute. Erst im 17. Jahrhundert, genauer um 1670, wurde die Herstellung des Schaumweines entdeckt.

Der Anfang einer Erfolgsgeschichte

Die Entdeckung des Schaumweines erfolgte zufällig und unterlag den Witterungseinflüssen. Da im Norden Frankreichs die Trauben durchaus erst spät reifen, konnte der Wein von Beginn des Winters nicht zur Gänze gären und es kam zu einer zweiten Gärung im Frühjahr, als die Temperaturen wieder stiegen. Was bei Holzfässern keine Auffälligkeiten zeigte, da die dadurch entstehende Kohlensäure entweichen konnte, führte bei einer zweiten Gärung in Flaschen allerdings zur Entstehung von Schaumwein. Dieser erfreute sich recht bald zunehmender Beliebtheit, wenngleich die Winzer selbst davon nur bedingt begeistert waren, da sich die Herstellung als durchaus verlustreich herausstellte. Immer wieder führte die Entstehung der Kohlensäure zu herausspringenden Korken und geplatzten Flaschen, wodurch der kostbare Inhalt verloren ging. Im Laufe der Zeit entwickelte sich jedoch die Möglichkeit der kontrollierten Flaschengärung, welche vor allem von dem Benediktinermönch Dom Pérignon maßgeblich weiterentwickelt wurde. Die ursprüngliche Trübung des Champagners wurde schließlich von Nicole-Barbe Cliquot und ihren Mitarbeitern durch die Entwicklung des Rüttelns und Degorgierens beseitigt. Von da an entwickelte sich der Champagner zu einem zunehmenden Luxusgetränk, welches in der gehobenen Gesellschaft sehr geschätzt wurde und sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut.

Eine beeindruckende Tradition, Champagner zu entkorken

Man kann Champagner auch ein wenig anders genießen

In der Regel erwirbt man eine Flasche Champagner um etwas Besonderes zu feiern und geht entsprechend behutsam mit dem edlen Tropfen um. Gerade auch beim Entkorken der Flasche besteht im Normalfall wenig Interesse, den Champagner großzügig in der Umgebung zu verschütten, sondern man öffnet die Flasche umsichtig, damit möglichst viel des Getränkes auch in den Gläsern der anwesenden Genießer landet. Doch schon seit ungefähr 200 Jahren gibt es auch noch eine gänzlich andere Methode, um eine Champagnerflasche zu öffnen. Diese ist nicht nur sehr brachial, sondern auch durchaus eindrucksvoll, zumindest, wenn sie korrekt ausgeführt wird. Wer dem Sabrieren einer Champagnerflasche beiwohnen darf, der wird dies mit Sicherheit nicht so schnell wieder vergessen. Der Begriff des „Sabrieren“ wird vom französischen „Sabre“, dem Säbel abgeleitet und beschreibt das Köpfen einer Champagnerflasche mit einem sogenannten Champagnersäbel. Dabei wird mit einem Säbel in einem bestimmten Winkel der Wulst des Flaschenhalses unterhalb des Korkens abgeschlagen. Dieses Vorgehen mag zwar leichtfertig und vielleicht auch ein wenig respektlos erscheinen, doch es erfordert großes Geschick, eine Champagnerflasche auf diese Weise zu öffnen und weder sich selbst noch andere Anwesende zu gefährden. Bei einer erfolgreichen Enthauptung kann der Wulst des Flaschenhalses mit dem Korken eine Geschwindigkeit bis zu 200 km/h erreichen und an die zwanzig Meter weit in die Schlagrichtung fliegen. Daher gilt es hier darauf zu achten, dass der Korken eine freie Flugbahn hat und keine Zuseher unmittelbar neben dem Schauspiel positioniert sind.

Eine Tradition der Krieger

Das Spektakel des Sabrierens wird auf Napoleon und seine Kavallerie-Offiziere zurückgeführt. Napoleon war ein großer Freund des Champagners und genoss es, seine militärischen Triumphe mit einer guten Flasche des edlen Schaumweines zu zelebrieren. Seine Offiziere führten stets ihre Säbel mit und so etablierte sich die Tradition des Köpfens der Champagnerflasche mit dieser Waffe. Dabei stand das Ritual selbst natürlich immer über dem eigentlichen Resultat, denn beim Sabrieren kann, falls es falsch durchgeführt wird, nicht nur eine Flasche Champagner verschwendet werden. Es muss auch darauf geachtet werden, dass bei einer unsauberen Trennung von Korken und Flaschenhals keine Glassplitter im Getränk selbst enthalten sind und zudem gilt es auch, nichts und niemandem mit dem abgetrennten Teil des Flaschenhalses „abzuschießen“, denn dies kann in diesem Fall äußerst schlimme Folgen haben. Da scheint es noch recht harmlos, wenn man nur ein wenig Champagner verschüttet, um eine beeindruckende Zeremonie durchzuführen.