Große Unterschiede auch in vermeintlich kleinen Details

Eine grundlegende Orientierungshilfe für alle Interessierten

Bestimmte gesetzliche Regelungen sind bei einem Champagner beinahe selbstverständlich und auch allgemein bekannt. So weiß der Käufer und Konsument eines Champagners, dass dieser nur aus der französischen Region der Champagne stammen kann und gemäß bestimmten Vorgaben gefertigt werden muss, um auch wirklich als Champagner verkauft werden zu dürfen. Die verschiedenen qualitativen und damit vielfach auch preislichen Abstufungen der unterschiedlichen Champagnermarken und Produkte können vom Käufer schließlich völlig frei und individuell ausgewählt werden, was zählt ist einzig, dass die grundsätzlichen Kriterien erfüllt werden. Doch während Liebhaber des edlen Schaumweines vielfach ein Fachwissen an den Tag legen, welches nicht selten an jenes der Experten heranreicht und sich dementsprechend gut in den Wirren der verschiedenen Jahrgänge, Champagnerhäuser und Sondereditionen zurechtfinden, sind Neueinsteiger und Gelegenheitskäufer oft von der Größe der Auswahl und den unzähligen Kriterien, nach denen man diese treffen kann, völlig überfordert. Und genau für diese Fälle sind Etiketten gedacht, nicht nur ganz allgemein, sondern eben auch im Bereich des Handels mit Champagner. Denn bereits die Etiketten enthalten wichtige Informationen bezüglich des Inhalts, welche auch dem Laien gut weiterhelfen können und müssen noch dazu entsprechend bestimmten gesetzlichen Vorgaben gestaltet werden.

Was sich vom Etikett alles ablesen lässt

Das Etikett eines Champagners lässt sich in etwa mit einer Visitenkarte oder auch einem Ausweis vergleichen. Es findet sich darauf natürlich in erster Linie das Champagnerhaus, aus welchem das Produkt stammt, sowie der Flascheninhalt und der Alkoholgehalt. Dies alles sind Angaben, welche sich im Normalfall auch auf dem Etikett jeder herkömmlichen Weinflasche finden lassen. Wichtig ist hier allerdings nicht nur die Benennung als „Champagner“, die gesetzlich streng geregelt ist und auf eine sichere Herkunft verweist, sondern auch die graphische und farbliche Gestaltung, welche gerade die bekannten und prestigeträchtigen Champagnerhäuser natürlich bewusst einsetzen, um ihrem Champagner so einen Wiedererkennungswert zu geben. Zudem ist auch die Angabe der Geschmacksrichtung sehr wichtig, also ob es sich etwa um einen Brut oder Extra Dry und ähnliches handelt. Verweise auf einen Jahrgang, ein Cru oder auch die Kombination der verwendeten Trauben sind optional und werden je nach Einschätzung ihrer Wichtigkeit in ein Etikett integriert. Diese Informationen bekommt man aber bei Interesse auch vom Händler mitgeteilt. Alle wichtigen Daten jedoch finden sich auch immer auf dem Etikett eines Champagners und können so bei offenen Fragen weiterhelfen.