Eine ganz besondere Klasse

Sondereditionen für besondere Anlässe

Ein Champagner ist natürlich immer ein ganz besonderes Getränk, welches man nicht mal eben so nebenher beim Fernsehen trinkt. Man genießt einen Champagner mit Freunden oder der Familie, um auf ein besonderes Ereignis anzustoßen, etwas zu feiern oder um einer Einladung zum Essen einen besonders edlen Rahmen zu verleihen. Denn auch wenn viele qualitativ hochwertige Champagner heute durchaus leistbar sind und somit ein immer größeres Publikum erreichen, so steht das Getränk doch immer noch für einen besonders luxuriösen Genuss, den man sich nur an speziellen Anlässen oder auch mit speziellen Menschen gönnt. Zudem gilt es bei einem Champagner ja auch, auf die Zusammenstellung zu achten, denn schließlich harmonieren die einzelnen Komponenten meist mit ganz bestimmten Speisen und so mancher Champagner eignet sich besonders als Aperitif, während ein anderer sich besonders als begleitendes Getränk für Speisen eignet.

Viele der großen, erfolgreichen und vor allem prestigeträchtigen Champagnerhäuser erzeugen in unregelmäßigen Abständen, soweit es die Qualität der jeweiligen Traubenernte erlaubt, Sondereditionen, die sich durch eine besonders hervorragende Komposition von Cuvées und ähnlichem auszeichnen. Da das Erscheinen solcher besonderen Champagner von Umständen wie der Traubenqualität abhängt, auf welche man keinen direkten Einfluss nehmen kann, ist natürlich auch deren Stückzahl meist deutlich begrenzt und entsprechend begehrt sind diese exklusiven Raritäten auch bei Kennern und Liebhabern.

Ein außergewöhnlicher Champagner aus dem Hause Vranken

Eine diese ganz besonderen Editionen, die nur in besonderen Jahren gefertigt wird, ist der Champagner Vranken Diamant Bleu Vintage. Dieser umfasst eine besonders gelungene und exquisite Komposition von sechs Grand Crus, wobei die Assemblage sich aus 50 Prozent Chardonnay und 50 Prozent Pinot Noir zusammensetzt. Der Champagner leuchtet im Glas in einem äußerst weichen und warmen goldig anmutenden Strohgelb und es finden sich auch Bernsteintöne darin. Die Anteile des Chardonnay sorgen für eine besondere Frische und Leichtigkeit, doch insgesamt überzeugt der Diamant Bleu Vintage besonders durch seine Reichhaltigkeit, was natürlich auf die hochwertige Zusammensetzung zurückzuführen ist. Die Anteile des Pinot Noir bringen eine leichte Fruchtigkeit herein, die sich mit zarten Nuancen von Vanille, hellem Karamell und Marzipan mischt. Insgesamt erfreut dieser Champagner nicht nur durch ein reichhaltiges Geschmackserlebnis, sondern auch durch eine äußerst ansprechende Verpackungsgestaltung, was den Erwerb eines Diamant Bleu Vintage zu einem denkwürdigen Erlebnis macht.

Große Unterschiede auch in vermeintlich kleinen Details

Eine grundlegende Orientierungshilfe für alle Interessierten

Bestimmte gesetzliche Regelungen sind bei einem Champagner beinahe selbstverständlich und auch allgemein bekannt. So weiß der Käufer und Konsument eines Champagners, dass dieser nur aus der französischen Region der Champagne stammen kann und gemäß bestimmten Vorgaben gefertigt werden muss, um auch wirklich als Champagner verkauft werden zu dürfen. Die verschiedenen qualitativen und damit vielfach auch preislichen Abstufungen der unterschiedlichen Champagnermarken und Produkte können vom Käufer schließlich völlig frei und individuell ausgewählt werden, was zählt ist einzig, dass die grundsätzlichen Kriterien erfüllt werden. Doch während Liebhaber des edlen Schaumweines vielfach ein Fachwissen an den Tag legen, welches nicht selten an jenes der Experten heranreicht und sich dementsprechend gut in den Wirren der verschiedenen Jahrgänge, Champagnerhäuser und Sondereditionen zurechtfinden, sind Neueinsteiger und Gelegenheitskäufer oft von der Größe der Auswahl und den unzähligen Kriterien, nach denen man diese treffen kann, völlig überfordert. Und genau für diese Fälle sind Etiketten gedacht, nicht nur ganz allgemein, sondern eben auch im Bereich des Handels mit Champagner. Denn bereits die Etiketten enthalten wichtige Informationen bezüglich des Inhalts, welche auch dem Laien gut weiterhelfen können und müssen noch dazu entsprechend bestimmten gesetzlichen Vorgaben gestaltet werden.

Was sich vom Etikett alles ablesen lässt

Das Etikett eines Champagners lässt sich in etwa mit einer Visitenkarte oder auch einem Ausweis vergleichen. Es findet sich darauf natürlich in erster Linie das Champagnerhaus, aus welchem das Produkt stammt, sowie der Flascheninhalt und der Alkoholgehalt. Dies alles sind Angaben, welche sich im Normalfall auch auf dem Etikett jeder herkömmlichen Weinflasche finden lassen. Wichtig ist hier allerdings nicht nur die Benennung als „Champagner“, die gesetzlich streng geregelt ist und auf eine sichere Herkunft verweist, sondern auch die graphische und farbliche Gestaltung, welche gerade die bekannten und prestigeträchtigen Champagnerhäuser natürlich bewusst einsetzen, um ihrem Champagner so einen Wiedererkennungswert zu geben. Zudem ist auch die Angabe der Geschmacksrichtung sehr wichtig, also ob es sich etwa um einen Brut oder Extra Dry und ähnliches handelt. Verweise auf einen Jahrgang, ein Cru oder auch die Kombination der verwendeten Trauben sind optional und werden je nach Einschätzung ihrer Wichtigkeit in ein Etikett integriert. Diese Informationen bekommt man aber bei Interesse auch vom Händler mitgeteilt. Alle wichtigen Daten jedoch finden sich auch immer auf dem Etikett eines Champagners und können so bei offenen Fragen weiterhelfen.

Jedes Jahr bringt neue Ergebnisse

Was ein „Jahrgang“ eigentlich bedeutet

Für den Laien wirkt ein Wein oder Champagner eines bestimmten Jahrgangs immer besonders beeindruckend, selbst wenn man gar nicht so genau weiß, warum eigentlich. Während es aber bei Weinen sehr oft solche mit ausgewiesenem Jahrgang gibt, ist dies bei Champagner deutlich seltener der Fall. Dazu muss allerdings bemerkt werden, dass es in vielen Gebieten durchaus erlaubt ist, dem Wein einen gewissen Prozentsatz an Weinen anderer Jahrgänge beizumengen, ohne dass man dies auf dem Etikett vermerken müsste. Generell gilt, dass ein Wein dann einem Jahrgang angehört, wenn die Lese und Verarbeitung zu 85 Prozent aus diesem bestreffenden Jahr stammt. Bei einem Champagner mit ausgewiesenem Jahrgang ist man hier deutlich strenger, denn diese Champagner zählen sozusagen zur den Höchsten ihrer Klasse und müssen eine dementsprechende Reinheit aufweisen. Ein Jahrgangschampagner setzt sich aus den besten Weinen eines Jahrgangs zusammen und wird daher auch nur dann produziert, wenn die Ernte den Hersteller auch wirklich überzeugt. Nur wenn die Champagnerhäuser der Meinung sind, dass der Wein eines einzigen Jahrgangs den Erfordernissen eines ausgezeichneten Champagners gerecht wird, produzieren sie einen Jahrgangschampagner. Dieser wird von der Kritik gemeinhin strenger beurteilt und muss sich daher durch eine besonders hohe Qualität auszeichnen, was sich aber praktisch von selbst versteht.

Champagner mit Jahrgang und ohne

Nun stellt sich natürlich vor allem für den Laien und angehenden Champagnerkenner die Frage, ob nur ein Jahrgangschampagner ein wirklich guter Champagner ist. Darauf werden Experten wahrscheinlich ganz unterschiedlich antworten, allgemein lässt sich jedoch sagen, dass ein Jahrgangschampagner etwas ganz besonderes ist, ihm ein „normaler“ Champagner in Geschmack und Fülle jedoch um nichts nachstehen muss. Denn es kann auch viele Vorteile haben, wenn ein Champagner die Weine von mehreren Jahrgängen beinhaltet. Schließlich achten renommierte Champagnerhäuser ohnehin durchgehend auf hohe Qualität und dies zeigt sich in jedem ihrer Produkte und beschränkt sich nicht auf Champagner besonderer Jahrgänge. Einen deutlichen Unterschied kann aber vor allem der Preis aufweisen, denn so mancher Verehrer von Champagner nützt einen ausgewählten Jahrgang nicht nur als Genussmittel oder Prestigeobjekt, sondern sogar als Geldanlage. Dies stellt eine besonders exklusive und geschmackvolle Art dar, sein Geld hervorragend anzulegen.

Die Farbe machts…

Nicht jeder Schaumwein edler Herkunft sieht gleich aus

Die meisten Menschen trinken meist einen roten oder weißen Wein und kennen auch Sekt und Champagner in vielen Fällen nur in einer Farbauswahl, wenngleich es hier zu farblichen Nuancen kommen kann. Doch der Rosè-Wein an sich ist schon sehr lange bekannt, gilt jedoch immer wieder als Modeerscheinung und erfreut sich dementsprechend durchaus unterschiedlicher Beliebtheit. Im 16. Jahrhundert waren auch die Weine aus der Champagne, damals als „Vin Gris“ bekannt und sehr beliebt, weit verbreitet, wobei Mönche wie Perignon und Oudart sich in umfassendem Rahmen dem Unterfangen widmeten, weißen Wein auch aus blauen Trauben zu keltern, was ihnen bekanntermaßen schließlich gelang. Dies galt als enormer Fortschritt in der Produktion von Wein und wirkte sich naturgemäß im späteren Verlauf auch auf den Champagner aus. Dank dieser Pionierarbeit weisen heute unzählige Champagner eine volle goldige, aber eben helle Farbe auf, unabhängig davon, welche Trauben sie im Grunde enthalten.

Doch so mancher vermeintlicher Fortschritt wird später noch einmal überdacht und je nach Belieben und dem Bedarf an Innovation wenn nicht revidiert so doch abgeändert. So kam es, dass Veuve Cliquot 1804 den ersten Rosè Champagner auf den Markt brachte, der sich bald großer Beliebtheit erfreute und bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts sehr populär blieb. Diese Popularität flaute mit der Zeit auch wieder ab und seit dem frühen 20. Jahrhundert hat der Rosé Champagner eine Fangemeinde, welche ihm beständig die Treue hält.

Kein süßliches Partygetränk

So mancher Champagnergenießer begegnet dem Rosé Champagner nicht zuletzt deshalb mit Argwohn, weil man es vor allem von Schaumweinen aus günstiger Produktion gewohnt ist, dass deren Rosé durch eine penetrante Süße besticht. Doch dies ist bei einem hochwertigen Rosé Champagner aus gutem Hause keineswegs der Fall, ist dieser doch eher ein trockener Schaumwein, der vor allem als Begleitung zu Fleischgerichten hervorragend geeignet ist. Man kann Rosé Champagner auf zwei Arten erzeugen, wobei die Beigabe von Rotwein die einfachere Variante darstellt. Besonders hochklassige Rosés werden jedoch durch Schalenkontakt hergestellt, was bedeutet, dass Teile der Traubenschalen von Pinot Meunier und Pinot Noir während der Gärung mit dem Most in Kontakt bleiben und so nicht nur die besondere Färbung, sondern auch einen ausgesprochen vollmundigen Geschmack und ein kräftiges Bouquet verantworten. Trotz seiner beständigen Beliebtheit sind nur rund drei Prozent der jährlich produzierten Champagner Rosés.

Was Winston Churchill noch heute trinken würde…

Auch prominente Politiker trinken gerne mal Champagner

Winston Churchill ist eine der prominentesten Figuren der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges. Er ist nicht nur berühmt für die diversen Legenden, welche sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte um seine Person formten, sondern vor allem auch als jener Premierminister, der Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg führte. Dabei erstreckt sich seine Bedeutung für die Welt in historischen, politischen und militärischen Belangen weit über sein Heimatland hinaus, denn wohl zurecht schreiben ihm Historiker seit Jahrzehnten zu, sein Durchhaltevermögen im Sommer 1940 hatte eine frühe, aber dennoch entscheidende Wende im Krieg erbracht. Da er auch maßgeblich am Zustandekommen und dem anschließenden Erfolg der Anti-Hitler-Koalition mit Stalin in Russland und Roosevelt in den USA verantwortlich war, sehen viele Historiker in ihm und nicht in Stalin oder Roosevelt den hauptsächlichen und direkten Kontrahenten Hitlers. Seine besondere Position wurde und wird aber nicht nur in historischen und politischen Dimensionen geachtet. 1953 wurde ihm der Literaturnobelpreis verliehen, denn Churchill war nicht nur ein sehr erfolgreicher Politiker, sondern auch ein Literat, der unter anderem von seinen Erlebnissen als Soldat und Kriegsberichterstatter erzählte.

Wer ein Leben voller Höhen und Tiefen führt, der weiß nicht selten, selbige auch zu genießen beziehungsweise angenehm zu überstehen, und so galt Churchill als ausgesprochener Genussmensch, nicht zuletzt auch was den Alkohol anging.

Des Premiers liebster Schaumwein

Der Champagner aus dem Hause Pol Roger war der erklärte Lieblingschampagner des britischen Premierministers. Er trank diesen erstmals 1908 bei einem Besuch in Paris und war so begeistert, dass er fortan nur mehr Champagner dieser Marke orderte. Als er 1965 starb, brachte Pol Roger einen schwarzen Rahmen an den Etiketten jener Flaschen an, welche nach Großbritannien geliefert wurden. Eine abschließende und wohl auch sehr passende Hommage an den berühmten Verehrer schuf Pol Roger mit dem Cuvée Sir Winston Churchill, der erstmals 1984 auf den Markt kam und seitdem ein regelmäßiger Jahrgang im Repertoire des Champagnerhauses ist. Nach einer Vereinbarung des Hauses Pol Roger mit der Familie Churchill wird die genaue Zusammensetzung des Champagners nicht genannt, jedoch kommen natürlich alle Trauben ausschließlich aus Grand-Cru-Lagen.

Der Cuvée Sir Winston Churchill zeichnet sich nicht nur durch einen hervorragenden und durchaus klassischen Geschmack aus, sondern bringt auch einen Hauch Weltgeschichte ins Haus.